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Mazda 6 – So geht das!

Nicht nur mit dem neuen Mazda 2 (Goldenes Lenkrad 2014), dem aktuellen Mazda 3 (Red Dot Award für gelungenes Produkt-Design) und dem CX-5 (Bestseller, Rekord-Lieferzeiten) zeigt Mazda, wie es japanischen Herstellern in Europa immer noch gelingen kann, erfolgreich und begehrenswert zu sein. Gerade der Mazda 6 als Flaggschiff des kleinen Herstellers aus Hiroshima führt momentan alle anderen japanischen und koreanischen Hersteller vor und zeigt, wie man den Anschluss an selbsternannte Premium-Hersteller aus Europa hält.

Mazda 6

Optisch ein Hammer, ebenfalls mit Designpreisen überhäuft, beweist der facegeliftete Mazda 6, der vor wenigen Tagen auf der LA Auto Show 2014 der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde, dass er dem Obere-Mittelklasse-Anspruch gerecht wird und schon beinahe in Richtung Oberklasse enteilt. Optisch hat sich bis auf kleine Retuschen an der Front (kleinere Scheinwerfer, mehr Chrom) und einer geänderten Leuchtengrafik am Heck nicht viel getan. Die wirklich wichtigen Neuerungen stecken unterm Blech und im Innenraum.

Mazda 6 Sedan

So gibt´s jetzt je nach Ausstattungsvariante etwa adaptive Voll-LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, die durch gezieltes Ein- oder Ausschalten bestimmter Lichtsegmente die Fahrbahnausleuchtung optimal anpassen sollen, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Unterm Blech stecken aber noch zahlreiche andere Neuerungen. Etwa eine Reihe von Assistenzsystemen, “i-ACTIVESENSE” genannt. Dazu gehört unter anderem ein aktiver Spurhalteassistent und ein adaptiver Tempomat. Sollte sich ein lebensmüder Fußgänger hinterm rückwärts fahrenden Auto vorbeischummeln wollen, ist der City-Notbremsassistent Plus jetzt auch im Rückwärtsgang aktiv. Ebenfalls neu ist die Ausparkhilfe, die beim Rückwärtsfahren den Querverkehr überwacht. Und für Langstreckenfahrer gibts die neue Müdigkeitserkennung.

Mazda 6 Interieur

Im Innenraum fällt der große Bildschirm des “MZD Conect”-Infotainmentsystems auf, das im Mazda 3 Premiere gefeiert hat und jetzt auch im großen 6er Einzug hält. Gesteuert werden die unterschiedlichen Menüs (Navigation, Radio, CD-Wechsler, Handy-Daten per Bluetooth, Verkehrsinfo usw.) per zentralem Dreh-Controller. Nett. Überhaupt macht das überarbeitete Armaturenbrett (Mit Head-Up-Display!) einen sehr hübschen Eindruck. Luftig, edel, an den Seiten und der Mittelkonsole mit Leder vernäht. Und das bisherige, suboptimale Klimabedienteil ist auch rausgeflogen. Gut so. Dass die klassische Handbremse einer elektronischen Parkbremse weichen musste, dürfte für mehr Diskussionen sorgen.

Mazda 6 Heck

Super für Österreich: Den Kombi mit 150 und 175 PS starkem Diesel gibt´s zum Facelift auch als Allradversion. Das gefällt sicherlich nicht nur all jenen, die bisher mangels Alternative zu Octavia 4×4 oder Passat 4motion greifen mussten. Freut euch, ihr seid erlöst! Und Benziner-mit-Automatik-Fans (Bin ich da etwa ganz allein?) haben nun die Möglichkeit, per Fahrmodus-Schalter in die Charakteristik des Getriebes einzugreifen. Eine nette Spielerei.

So. Toyota Avensis, Honda Accord, Subaru Legacy, Nissan, Mitsubishi, jetzt kommt ihr! Gibt´s euch überhaupt noch?

Lukas

Wunsch und Realität

Wie weit ein Wunsch und die Realität auseinander driften können, zeigt momentan Mitsubishi.

Als im September 2007 auf der 40. Tokyo Motor Show die Studie Mitsubishi Concept ZT präsentiert wurde, war die Freude groß. Mitsubishi könnte wieder zu großen Limousinen zurückfinden, die seit dem Ende von Galant und Sigma schmerzlich vermisst werden. Zumindest von mir. ;-)

Mitsubishi_Concept_ZT (1)

Mitsubishi_Concept_ZT (2)

So ein schönes Auto, Respekt! Mit ein paar kleinen Veränderungen für die Serienproduktion hätte daraus eine elegante Limousine werden können, die so manch etablierte Konkurrenz alt und bieder aussehen hätte lassen. Auch technisch. Mitsubishi kündigte eine Aluminium-Space-Frame-Karosserie zur Gewichtsreduktion, permanenten Allradantrieb S-AWC aus dem EVO und einen 190 PS Diesel samt Doppelkupplungsgetriebe SST an. Das wär´s gewesen…

Im August 2008 dann die Hiobsbotschaft. Mitsubishi musste die Serienpläne für den ZT kippen. Verkaufsrückgänge, die Wirtschaftskrise und verfehlte Modellpolitik der Jahre zuvor waren wohl dafür verantwortlich.  Schade, den Conzept ZT hätten sich wohl viele Fans der Marke als Serienmodell gewünscht.

Wie die Realität in Sachen Limousine aussieht, zeigt uns Mitsubishi Österreich momentan mit dem mutigen Schritt, den Attrage offiziell anzubieten. Als einziges Land in Westeuropa.

Attraget

Attrage2t

Ui, so ein - ähhh – optisch diskussionswürdiges Auto. Das ist also die neue Limousine von Mitsubishi. Der Attrage basiert auf dem Kleinstwagen Space-Star und ist der legitime Nachfolger von VW Polo Classic oder Skoda Fabia Sedan. Die auch nicht weniger – ähhh – individuell aussehen. Unter der Haube steckt ein 80 PS starker 1,2- Dreizylinder, auf Wunsch gibt´s ein CVT-Getriebe. Wenigstens günstig ist er. Um 13.000 Euro gibts Vollausstattung, die keine Wünsche offen lässt. Außer den nach einem ansprechenden Äußeren.

Concept ZT und Attrage. So weit können also Wunsch und Realität auseinander liegen. Sorry Christkind, ich wünsch mir heuer sicher nichts!

Lukas

Der Fluch der späten Geburt

Eigentlich mag ich sie ja, die Facelift-Modelle einer Baureihe. Bevorzugt vom letzten Baujahr. Optisch meist verfeinert, ausstattungstechnisch optimiert und in vielen Details verbessert. Aber das letzte Baujahr eines Modells zu fahren, hat auch Nachteile, wie ich momentan merke…

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Um dieses Ding ^^ gehts. Ein 2007er Mazda 6. Die Baureihe gab´s von 2002 bis 2007. Das Problem dabei? Die meisten 6er der ersten Generation sind zwischen 7 und 12 Jahre alt, kosten vergleichsweise kein Geld mehr und das wirkt sich auf das Image der Baureihe negativ aus. Der “soziale Abstieg” ;-) des ersten Mazda 6 ist momentan tausendfach auf unseren Straßen zu beobachten.

Fußmatten

Peinliche Drachenmotiv-Sitzbezüge von Ebay, Pseudo-Riffelblech-Fußmatten aus Plastik, lächerliche Aufkleber mit fragwürdigen Bedeutungen und Billigsdorfer-Radkappen aus dem Baumarkt sind nur ein paar Beispiele, die den Abwärtstrend einer Baureihe illustrieren. Der meist von den frühen (weil älteren und billigeren) Baujahren ausgeht, die späten Baujahre aber Image-technisch mit in den Abgrund reißt.

Noch gibt es ein paar Erst- und Zweitbesitzer, die ohne Discounter-Trainingshose und Zigarette im Mundwinkel Mazda 6 der ersten Generation fahren. Aber bevor die Baureihe dort landet, wo Golf III und Vectra B heute sind, gilt es abzuspringen…

Lukas

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