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Kennen wir uns nicht?

In einer Zeit, in der es immer korrekter, glatter und offizieller zugeht, werden sogar Autoshows langweilig. Gut, dass es die Chinesen gibt. Sorgen die mit so mancher Neuvorstellung “innovativer” chinesischer Fahrzeuge doch immer wieder für hochgezogene Augenbrauen, Gelächter und ein wenig Abwechslung . ;-)

So gab es vor kurzem auf der Guangzhou Motor Show den neuen Landwind X7 zu bewundern:

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Quelle: CarNewsChina.com

Kommt euch irgendwie bekannt vor? Genau, der Arztgattinen-Liebling Range Rover Evoque könnte ihm ein wenig ähneln.

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Technisch gibts im Landwind X7 chinesische Hausmannskost, sprich alte Mitsubishi-Benziner. Angeblich sogar mit Turbo und Allrad. Ist aber eh nicht so wichtig, was unter der Haube steckt. Schließlich kommt´s den meisten Käufern auch beim Evoque nur auf die präpotente Optik und das Image an. Minifenster ala Schützenpanzer, riesige Räder, grimmiger Weg-da-Blick. So was möchten Pötzleinsdorfer Gattinnen zu Weihnachten unterm Baum parken sehen. Und beim Landwind gibt´s das auch. In China für umgerechnet 18.000 Euro. Ein Evoque kostet dort 50.000 Euro. Da nimmt man so manchen Abstrich unterm Blech wohl gern in Kauf.

Sie sind recht erfolgreich im Außendienst tätig? Die Autobahn ist ihr zweites Zuhause, beim Radfahren vermissen Sie die Lichthupe? Dann ist ein A6 genau das Richtige!

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Quelle: CarNewsChina.com

Von mir aus auch der Jac Refine A6! Ab April 2015 soll die Oberklasselimousine vom Band rollen und chinesische Aufsteiger glücklich machen. Und weil er schließlich A6 heißt, hat er Erwartungen zu erfüllen. So sieht er nicht nur von außen betrachtet, sondern auch im Innenraum beinahe Eins zu Eins wie das “Schwestermodell” ;-) von Audi aus. So ein Zufall…

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Wobei der Jac Refine A6 mit Ausnahme der Glitzer-Felgen im D&W-Design zumindest auf den ersten Blick edler wirkt als der abgebildete A6 mit seinen hässlichen Hartplastikblenden in der Stoßstange. Wie in China üblich, wird in Sachen Technik wohl solide Hausmannskost drin stecken, wie es sie bei Audi das letzte Mal Anfang der 90er Jahre zu kaufen gab. Aber optisch, und darauf kommt´s ja meistens an, fährt der China-A6 alles auf, was gut aussieht. Viel Holz und beiges Leder im Innenraum, viel Chrom und Zierrat außen. Nur das hässliche, blaue Sheriffstern-Logo könnten sie noch überarbeiten, die Chinesen.

Ihr wollt mehr über täuschend echte China-Kopien wissen. Vor langer Zeit hab ich das Thema schon einmal aufgegriffen.

Lukas

Der neue L200

Wer in Österreich Pick-Up sagt, meint den L200. Das ist selbst nach der Premiere des VW Amarok noch so, auch wenn der L200 hierzulande seither nicht mehr meistverkaufter Gelände-Lastesel ist. Jetzt wurde in Thailand der neue Mitsubishi L200 vorgestellt, der 2015 auch nach Österreich kommen und die aktuelle, optisch stets heiß diskutierte, Generation ablösen wird. Und so schaut der Neue aus:

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Optisch sehr brav, bleibt er der Designlinie des Vorgängers mit dem Postkutschen-Schwung der Kabinenrückwand grundsätzlich treu, wenn auch deutlich entschärft und weniger offensiv. Keine wirkliche Überraschung. Man sieht ihm an, dass er auf der ganzen Welt gefallen soll. Da bleibt kein Platz für Styling-Experimente. Technisch bleibt Mitsubishi der Rahmenbauweise samt starrer Hinterachse an Blattfedern treu, dem zuschaltbaren Easy-Select-Allradantrieb auch. Der permanente Super-Select wird aber wohl auch wieder verfügbar sein.

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Motorisch gibt´s wirklich Neues zu vermelden. In Europa wird wohl nur der neue 2.4 MIVEC Clean-Diesel (4N15) mit elektronischer Ventilsteuerung und Euro-6-Einstufung verfügbar sein, der 180 PS bei 3500 U/min und 430 Nm Drehmoment stemmen soll. Laut Mitsubishi ist der neue Vollalu-Diesel mit Steuerkette durch verlängerte Wartungsintervalle speziell auf den gewerblichen Einsatz ausgelegt. Ein neu entwickeltes Sechsgang-Schaltgetriebe soll dabei helfen, das volle Spritspar-Potential des neuen Dieselmotors auszuspielen, 20 Prozent weniger Verbrauch im Vergleich zum Vorgänger sollen sich ausgehen. In anderen Märkten gibt´s auch einen 2,4 Liter Benziner (4G64) und den bei uns aus dem Vorgänger bekannten 2.5 Liter DI-D (4D56). Nach Europa werden die wohl nicht mehr kommen.

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In Sachen Fahrkomfort und Sicherheit strebt Mitsubishi Klassen-Bestwerte an. Die Rede ist von komplett neu abgestimmtem Fahrwerk, einer besser gedämmten, steiferen Karosserie und PKW-Komfort in der Kabine durch mehr Platz und mehr Ausstattung. Der neue Mitsubishi L200 ist auch innen nett anzuschauen, gefällig und unaufgeregt. Aber wirkliche Überraschungen bleiben auch im Interieur aus.

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Im Laufe des nächsten Jahres soll der neue L200 auch in Europa auf den Markt kommen und im Idealfall die Erfolgsgeschichte seiner Vorgänger fortführen. Ich bin gespannt, ob ihm das gelingt. Die Konkurrenz ist größer und stärker denn je.

Lukas

Mazda 6 – So geht das!

Nicht nur mit dem neuen Mazda 2 (Goldenes Lenkrad 2014), dem aktuellen Mazda 3 (Red Dot Award für gelungenes Produkt-Design) und dem CX-5 (Bestseller, Rekord-Lieferzeiten) zeigt Mazda, wie es japanischen Herstellern in Europa immer noch gelingen kann, erfolgreich und begehrenswert zu sein. Gerade der Mazda 6 als Flaggschiff des kleinen Herstellers aus Hiroshima führt momentan alle anderen japanischen und koreanischen Hersteller vor und zeigt, wie man den Anschluss an selbsternannte Premium-Hersteller aus Europa hält.

Mazda 6

Optisch ein Hammer, ebenfalls mit Designpreisen überhäuft, beweist der facegeliftete Mazda 6, der vor wenigen Tagen auf der LA Auto Show 2014 der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde, dass er dem Obere-Mittelklasse-Anspruch gerecht wird und schon beinahe in Richtung Oberklasse enteilt. Optisch hat sich bis auf kleine Retuschen an der Front (kleinere Scheinwerfer, mehr Chrom) und einer geänderten Leuchtengrafik am Heck nicht viel getan. Die wirklich wichtigen Neuerungen stecken unterm Blech und im Innenraum.

Mazda 6 Sedan

So gibt´s jetzt je nach Ausstattungsvariante etwa adaptive Voll-LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, die durch gezieltes Ein- oder Ausschalten bestimmter Lichtsegmente die Fahrbahnausleuchtung optimal anpassen sollen, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Unterm Blech stecken aber noch zahlreiche andere Neuerungen. Etwa eine Reihe von Assistenzsystemen, “i-ACTIVESENSE” genannt. Dazu gehört unter anderem ein aktiver Spurhalteassistent und ein adaptiver Tempomat. Sollte sich ein lebensmüder Fußgänger hinterm rückwärts fahrenden Auto vorbeischummeln wollen, ist der City-Notbremsassistent Plus jetzt auch im Rückwärtsgang aktiv. Ebenfalls neu ist die Ausparkhilfe, die beim Rückwärtsfahren den Querverkehr überwacht. Und für Langstreckenfahrer gibts die neue Müdigkeitserkennung.

Mazda 6 Interieur

Im Innenraum fällt der große Bildschirm des “MZD Conect”-Infotainmentsystems auf, das im Mazda 3 Premiere gefeiert hat und jetzt auch im großen 6er Einzug hält. Gesteuert werden die unterschiedlichen Menüs (Navigation, Radio, CD-Wechsler, Handy-Daten per Bluetooth, Verkehrsinfo usw.) per zentralem Dreh-Controller. Nett. Überhaupt macht das überarbeitete Armaturenbrett (Mit Head-Up-Display!) einen sehr hübschen Eindruck. Luftig, edel, an den Seiten und der Mittelkonsole mit Leder vernäht. Und das bisherige, suboptimale Klimabedienteil ist auch rausgeflogen. Gut so. Dass die klassische Handbremse einer elektronischen Parkbremse weichen musste, dürfte für mehr Diskussionen sorgen.

Mazda 6 Heck

Super für Österreich: Den Kombi mit 150 und 175 PS starkem Diesel gibt´s zum Facelift auch als Allradversion. Das gefällt sicherlich nicht nur all jenen, die bisher mangels Alternative zu Octavia 4×4 oder Passat 4motion greifen mussten. Freut euch, ihr seid erlöst! Und Benziner-mit-Automatik-Fans (Bin ich da etwa ganz allein?) haben nun die Möglichkeit, per Fahrmodus-Schalter in die Charakteristik des Getriebes einzugreifen. Eine nette Spielerei.

So. Toyota Avensis, Honda Accord, Subaru Legacy, Nissan, Mitsubishi, jetzt kommt ihr! Gibt´s euch überhaupt noch?

Lukas

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