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Portugal und sein Straßenbild

Wie versprochen gibts mehr Infos zum Straßenbild, wie ich es am äußersten Westen des europäischen Festlands vorgefunden habe. Mit großen Mengen alter Japaner hab ich gerechnet, gekommen ist es aber ganz anders…

Portugal ist das Land der Renault R4. Egal ob Dorf oder Hauptstadt, hinter jeder Ecke steht ein mehr oder weniger zerschossener R4 und wartet darauf, die Straßen unsicher machen zu dürfen. Kurioserweise aber fast nur TL und GTL mit Plastikkühlergrill, frühere Versionen sind mir nicht untergekommen. Sogar als City-Shuttle für Touris in Lissabon werden die alten Blechdosen eingesetzt.

Kultkisten zum Touristentransport scheinen sowieso grad schwer in Mode zu sein. Grob geschätzt etwa die Hälfte aller je produzierten UMM Alter dürfte in Sintra und Umgebung im Sightseeing-Einsatz sein. Lustige Gefährte mit beeindruckend dieseliger Geräuschkulisse. Außerhalb Portugals beinahe unbekannt.

Die andere Hälfte fungiert als Beach-Mobil für hippe, automobiltechnisch patriotische Surfer. Wobei nicht jeder so schön aufgebaut ist wie der kleine Rote. Ist er nicht süß mit seinen drei kleinen Scheibenwischerln und dem dauer-überraschten Blick?

Für Österreicher auch schon beinahe unbekannt: Es gibt in Portugal noch richtige Schrottplätze. Mit echten Autos auf echten Wiesen, ohne EU-Umweltschutzauflagen und ohne “JössasMariawirwerdenallesterben”-Weltverbesserern. Glaubt ihr nicht? Eat this:

Jetzt sind wir doch glatt abgedriftet. Vom Straßenbild zu den Immobilien. Aber solche Immobilien kann ich auch schon zumuten, hoffe ich. Auch wenn das Herz blutet. Im nächsten Artikel erfahrt ihr mehr über das Mietauto und was man damit so erleben kann, wenn man nur weit genug weg ist von daheim.

Lukas

Portugal und Überraschungen

Ihr Armen, jetzt musstet ihr lange auf neue Artikel verzichten. Hoffentlich war´s halbwegs erträglich. Ich hab mich den ganzen August in den Urlaub verabschiedet. Mit stark eingeschränkter Internetnutzung, so gut wie keiner Altauto-Beschäftigung und völliger Blog-Abstinenz. Wie das auszuhalten ist? Leichter als gedacht. ;-)

Wo ich war? In Portugal. Wie immer fernab der Touristenpfade auf der Suche nach alten Japanern. Doch das sollte nicht so einfach sein.

Als mehrfacher Zypern-Urlauber ist man verwöhnt. Nicht nur, aber auch was die Anzahl an klassischen Japanern der 70er und 80er Jahre angeht. Portugal kennt auch keinen Winter, Salz findet nur im Essen statt und eigene Autoindustrie gab es nie so wirklich, also müssten die Chancen auf eine hohe Dichte an Lustobjekten hoch sein. Aber schon bei der knapp 80 Kilometer langen Fahrt vom Flughafen in Lissabon Richtung Norden ins schöne Óbidos (nur echt mit “sch” am Schluss) kommen bei mir Zweifel auf. Unzählige Renaults und Peugeots der 90er- und 00er-Jahre, aber nichts Altes dabei.  Bis auf die erholsam geringe Dichte an VAG-Produkten ein Straßenbild wie bei uns. Dafür muss ich nicht 3000 Kilometer weit wegfliegen.

Man achte natürlich aufs Straßenbild!

Na gut, auf der Autobahn kein Wunder. Portugal hat ja noch ein paar Wochen Zeit, sich von seiner japanischsten Seite zu zeigen. To make a long story short: Bis auf ein paar kleine Ausnahmen keine wirklich alten Japaner gesichtet. Schockierend, was?

Entweder hatten sie dort ein rigoroses Abwrackprogramm oder der lokale Fahrstil steht einer langen Haltbarkeit im Weg. Apropos Fahrstil… Als begeisterter Mietautourlauber hab ich schon so einige Länder befahren und so manch skurrilen Fahrstil erlebt. Aber die Fahrerei in Portugal war bisher mit nichts zu vergleichen. Von Sicherheitsabstand hat noch niemand was gehört, bei uns lässt man sogar beim Parken mehr Platz zur Stoßstange des Vordermanns. Wien ausgenommen. Die Landstraßen sind größtenteils eng und unübersichtlich, das scheint aber niemand vom exzessiven Einsatz des Gasfußes abzuhalten. Überholt wird prinzipiell überall und jederzeit und die Unaufmerksamkeit hinterm Steuer wurde wohl auch in Portugal erfunden. Wie angenehm langweilig geht es da hierzulande zu.

In den nächsten Tagen gibts mehr Infos zum kleinen Bruder Spaniens und den Gurken, die dort herumkurven. SInd schon spannende Stücke dabei…

Lukas

Vor wenigen Jahren war er noch Minderheitenprogramm für mutige Unternehmer, Familienväter mit Egoproblem und ein paar wenige Schausteller. Zur Zeit erobert er das Straßenbild in beachtlicher Zahl. Die Rede ist vom Dodge RAM, dem Erfolgsmodell des Chrysler-Konzerns. Aber warum eigentlich? Große Benziner mit hohem Verbrauch, kleinem Werkstättennetz und unsicherem Wiederverkauf sind ja nicht gerade die Erfolgsmodelle der heimischen Zulassungsstatistik. Aber beim RAM ist das anders.

Der mächtige US-Pickup vereint drei für den Verkaufserfolg entscheidende “Charaktereigenschaften” eines Automobils.

Der RAM ist praktisch. Beachtliche Nutzlast, gepaart mit mächtiger Anhängelast und die robuste Technik sprechen für den gewerblichen Einsatz. Die meisten RAM-Eigner hierzulande sind Unternehmer. Ideal als komfortabler Firmenlaster mit dem Komfort eines Luxus-PKWs. Große Ladefläche und bequem Platz für fünf Erwachsene. Allrad als Ankommens-Versicherung für hässliche Wintertage und respektable Geländetauglichkeit kommen noch mit dazu. Einleuchtend, oder?

Der RAM ist günstig. Nein, wirklich! Ein neuer RAM 5,7 V8 HEMI mit Vollausstattung kostet inkl. MwSt. 44.000 Euro. Verglichen mit VW Amarok, Nissan Navara und Co. ein grandioses Angebot. Nicht nur in Sachen Ausstattung und Antriebskomfort, sondern auch wenn es um Robustheit und Belastbarkeit geht. Da die meisten RAM an Unternehmer gehen, kommt der Vorsteuerabzug noch mit dazu.

Der RAM macht was her, wer im RAM auftaucht, hat den großen Auftritt. Gut, so manch Vernunftmensch mag den Kopf schütteln, aber meistens begegnen einem Interesse und Anerkennung. Begeisterte Kinder und Väter mit glasigen Augen sowieso. Viel Chrom beim Laramie, böse Optik beim Sport, gewaltiger Sound mit der beliebten und gern genommenen Klappen-Auspuffanlage. So macht Firmenwagen-Fahren Spaß.

Wenn man sich diese drei Punkte vor Augen hält, dann ist der Erfolg des Dodge RAM in Österreich kein so großes Mysterium mehr. Sieht gut aus, ist voll ausgestattet, glänzt mit hohem Nutzwert und ist dabei auch noch günstig. Dass er ab sofort auch als sogenannter “EcoDiesel” mit 3-Liter-Commonrail-Selbstzünder zu haben ist, dürfte seinen Erfolg nicht gerade schmälern. Na endlich ein Kaufgrund, der Otto Normal-Österreicher einleuchtet…

Lukas

P.S.: Auch ich konnte mich schon von den Langstrecken-Qualitäten des Dodge RAM überzeugen. Nachzulesen hier.

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