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… der steht in Wien herum…

Und ich hab ihn aufgespürt, genau begutachtet und für überraschend lässig befunden.

Die Ankündigung der Franzosen, einen radikal anders gedachten Kompaktklassewagen zu entwickeln, war wohl nicht zu hoch gegriffen. Mit dem Citroen C4 Cactus ist ihnen ein Auto gelungen, das alles ist, nur nicht beliebig.

C4 Cactus 1

Der C4 Cactus, der eigentlich auf der C3-Plattform aufbaut, ist ganze 200 Kilogramm leichter als ein Basis-C4. Erreicht wurde das durch konsequenten Leichtbau und Konzentration auf das Wesentliche. Nämlich auf die Andersartigkeit, mit der Citroen groß wurde. Und fast einging.

Vor allem optisch ist der C4 Cactus so anders, so besonders. Im Innenraum etwa gibts vorne und hinten eine durchgehende Sitzbank wie zuletzt in den 70er Jahren. Ein Handschuhfach, das sich wie ein Koffer öffnen lässt und auch so aussieht. Lederschlaufen als Türgriffe, digitale Armaturen ala Mäusekino und einen transparenten Dachhimmel. Optisch alles aufs Wesentliche reduziert, sehr puristisch und mit einem Schuss Retro-Look.

C4 Cactus 3

Außen fallen neben dem Cherokee-esken Blick und den gelungenen Proportionen vor allem die “Airbumps” in Grau oder Braun auf. Diese gefüllten “Luftkissen” dienen vorne, hinten und seitlich als Karosserieschutz, die kleine Rempler und die typische Beule vom Parkplatznachbar abfedern sollen.

C4 Cactus 2

Technisch ist der kleine Sympathler erfreulich konventionell, mit zwei Benzinern und zwei Diesel von 82 bis 110 PS sowie mit Schalt- oder automatisiertem Schaltgetriebe und Frontantrieb.

Der C4 Cactus ist ein origineller, erfreulich anders gedachter und gemachter kleiner Freund. Ein Ami (8), quasi. ;-) Die Probefahrt ist schon gebucht, ein ausführlicher Fahrbericht folgt in den nächsten Wochen.

Lukas

P.S.: Ach ja, wollt ihr den kleinen grauen Kaktus, der in Wien herumgestanden ist, auch sehen? Ich warne euch, die (Handy-)Fotos sind katastrophal…

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Ich mag ja eigentlich keine Kombis. Was die Optik von PKWs angeht, bevorzuge ich die unpraktischste, aber optisch verführerischste Variante: Das klassische Stufenheck. Schon Kompaktklasse-Schräghecks sind mir zu abgehackt, zu zweckmäßig…

Unbenannt

Selbst optisch sehr gelungene Autos profitieren von den paar Extra-Zentimetern am Heck.

Gut, ich geb es ja zu: Praktischer sind sie, die großen Heckklappen. Aber schön find ich sie nicht. Stilvoll schon gar nicht. Eine klassische Stufenhecklimo ist elegant, auch weil nur elegantes Gepäck damit transportiert wird. Zwei Reisetaschen etwa. Oder das Kisterl mit den Einkäufen. Aber in den praktischen Kombis sitzen oft sabbernde und haarende Riesenschnauzer. Oder liegen unzählige Säcke Blumenerde. Natürlich irgendwo aufgerissen, wie immer.

Seit einem knappen Jahr fahr ich selbst Kombi. Mehr aus Notwendigkeit denn aus Überzeugung. Er war grad da, ich hab ein Auto gebraucht. Wie das Leben halt so spielt. Und jetzt besteht mein Leben aus Kombi fahren und der Limousine nachschauen. ;-) Aber gelegentlich, da kommt die Stunde des Kombinationskraftwagens.

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Vier Personen und vier große Reisetaschen? Im Stufenheck unmöglich, beim Kombi dank serienmäßigem Trennnetz kein Problem. Der Blick durch die Heckscheibe wird sowieso überbewertet. Oder einen zugemüllten Keller entrümpeln? Einfach die Rückbank umklappen und alles reinschmeißen. Mit einer Limo nur mit Anhänger machbar.

Mag ich sie nun doch, die Kombis? Ich muss gestehen, ich hab den Lademeister schätzen gelernt. Optisch zwar ein Kompromiss, zumindest für mich, aber manchmal ist ein Kombi einfach das richtige Auto zur richtigen Zeit.

Lukas

Faszinierend, wie gut doch die einleitenden Worte der ersten Pajero-Besichtigung unter dem Motto “The same procedure as everytime?” von Mai 2013 auch über ein Jahr und viele Pajero-Besichtigungen später immer noch passen…

Wiedermal auf Pajero-Besichtigungs-Tour, wiedermal ernüchtert heimgekehrt. Doch zurück zum Anfang, wo alles begann, wie es immer beginnt. Mit einem unscheinbaren Inserat.

Und zwar vergangene Woche. Die Sehnsucht nach einem möglichst jungen, technisch möglichst alten Pajero als künftiges Alltagsauto lässt mich ja bekanntlich nicht los und so bin ich wieder auf ein Inserat gestoßen, das interessant klingt. Ein kurzer 2004er Pajero Classic mit moderaten 170.000km auf der Uhr zum fairen Preis. So ein zeitloses Auto, gemütlich und sympathisch, muss man einfach mögen. Und natürlich anschauen, also nichts wie hin zum Händler in Niederösterreich.

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Wow, der schaut ja richtig super aus! Außen wie innen top gepflegt, die paar kleinen Steinschläge auf der Motorhaube liebevoll ausgetupft, alle fünf Alufelgen nicht oxidiert oder vergilbt, keine Anhängekupplung, die Heckstoßstange samt Chromauflagen nicht verrostet oder verbeult. So gepflegt sieht man die von 2002 bis 2004 angebotenen Pajero Classic selten.

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Doch bevor alle Euphorie-Dämme brechen und ich laut nach dem Kaufvertrag schreien kann, steht ein Blick auf Leiterrahmen und Unterboden an. Bei dem Exemplar doch wohl kein Problem, so schön erhalten wie der ist. Und dann ist´s auch schon vorbei mit Hochgefühl und Haben-wollen-Reflex…

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Na servas… Man muss dem Händler hoch anrechnen, dass er den Ist-Zustand nicht verschleiert und einfach nur schön dick Unterbodenschutz drüber geblasen hat. Aber wie er den Wagen so verkaufen will, vor allem hierzulande und mit Gewährleistung, ist nicht nur mir rätselhaft! Egal ob linker oder rechter Rahmenlängsträger, das Rückgrat dieses obenrum so schönen Classic befindet sich nach 10 Jahren im Endstadium. Großflächig ausbrechende Rahmenlöcher und optisch sehr suspekte Stellen, den denen ein Schraubenzieher wohl in Kürze durchfährt, inklusive.

Faszinierend, wie gut doch die abschließenden Worte der zweiten Pajero-Besichtigung unter dem Motto “The same procedure as everytime?” auch über ein Jahr und viele Pajero-Besichtigungen später immer noch passen…

Und so endet es, wie es schon im Mai geendet hat und wie es fast immer endet. Aber verdammt noch mal, es will einfach nicht fad werden! ;-)

Lukas

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