FT-86, das RWD-Revival

Lange Zeit hat´s bei allen Herstellern nach einem Siegeszug des Frontantriebs ausgesehen, ganze Fahrzeugklassen wurden auf angetriebene Vorderräder umgestellt, nicht einmal Oberklassefahrer wurden verschont. Doch nun kehrt der Heckantrieb sukzessive zurück, auch beim größten Autohersteller der Welt, Toyota!

Nach der Präsentation des ersten Tercel Anfang der 80er Jahre wurden nach und nach beinahe alle Toyota-Modellreihen von Heck- auf Frontantrieb umgestellt, ohne Rücksicht auf Anhänger gehobener Fahrkultur oder sportlicher Fortbewegung. Beim Starlet/Yaris oder beim Corolla mags ja Sinn machen, aber bei Camry und Co. erschließt sich mir der Wechsel nicht so ganz. Siehe auch hier: https://wierus.wordpress.com/2011/01/18/schieben-oder-ziehen-das-ist-hier-die-frage/

Durch den Kult um den legendären Toyota Corolla AE86, der durch die Serie „InitialD“ länderübergreifenden Kultstatus erlangte, und den Erfolg des Mazda MX5 und der Nissan Z-Reihe aufmerksam gemacht, kehr nun auch Toyota zu seinen sportlichen Wurzeln zurück und kündigt für Mitte 2012 einen Sportwagen mit Heckantrieb namens FT-86 an, der die Celica ablösen und an den Erfolg des Corolla AE86 anknüpfen soll.

Doch ein reinrassiger Toyota wird der FT-86 nicht werden. Der sportliche 2+2-Sitzer wird zusammen mit Subaru entwickelt, angetrieben wird das Sportcoupe durch einen Boxermotor mit voraussichtlich 200PS Leistung. Ob der 2,5 Liter Turbo aus dem Impreza WRX oder doch ein neuer 2 Liter Saugmotor mit Direkteinspritzung für Schub sorgen werden ist noch nicht bekannt, Toyota gibt im Laufe dieses Jahres portionsweise Informationen zum FT-86 bekannt.

Fans bleibt nur, sich Fotos des noch „FT-86 II concept“ genannten, aber laut Toyota bereits sehr seriennahen, Coupes anzusehen und von der ersten Spritztour zu träumen. Heckantrieb, drehfreudiger Boxermotor von Subaru, Formensprache zum Niederknien… Was will man mehr! Endlich erwachen die japanischen Hersteller aus ihrer Lethargie der letzten Jahre, sportliche und emotionale Modelle kommen zurück, man ist wieder stolz darauf, „Made in Japan“ zu fahren!

Die Richtung stimmt, jetzt muss bloß noch die finanzielle Seite stimmen. Der Wagen wird sicherlich ein großer Erfolg! Aber nur, wenn er als Neuwagen leistbar ist (deutlich unter 30.000 Euro) und wenn er auch mit Motorisierungen unter 200PS angeboten wird.

Ich freu mich auf den FT-86, wie immer er auch als Serienmodell heißen wird!

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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3 Antworten zu FT-86, das RWD-Revival

  1. parallelwelten schreibt:

    Mir war so, als hätte Toyota schon bekannt gegeben, dass das Ding Celica heißen soll. Im Grunde wäre alles andere ja auch wirklich unsinnig

  2. Pingback: Neues vom FT-86… « Lukas Wieringer

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