Frühlingsgefühle

Jetzt, wo die Tage spürbar länger und die Abende milder werden, erwacht sie wieder, die Sehnsucht. Eine Leidenschaft, die leiden schafft.

Die ersten Anzeichen? Ein Dauergrinsen bei jedem alten Pajero der Baureihen L040 und V20, den man im Straßenverkehr sichtet und systematischem Durchforsten nationaler und regionaler Anzeigenblätter und Gebrauchtwagen-Suchmaschinen im Internet nach interessanten Youngtimern vor Erstzulassung 1990 und möglichst mit weniger als 200.000km auf der Uhr.

Na und, wo liegt jetzt das Problem, werdet ihr euch fragen… Alte Pajeros gibts genug, auch für kleines Geld, und an interessanten Youngtimern fehlt es auch nicht. Prinzipiell korrekt, aber wie so oft im Leben ist es nicht ganz so einfach.

Da wäre einmal das Nutzungsprofil. Ich fahre fast 30.000km im Jahr, Sommer wie Winter, Stadtverkehr und hauptsächlich Autobahn.

Wer sich mit Pajeros auskennt weiß, dass die Dieselmodelle (2,5 TD, 2,8 TD) viel zu kurz übersetzt sind und der Motor zu allem übel nicht drehzahlfest ist. Im Alltag bedeutet das Reisetempo 110 auf der Autobahn, wenn der Motor halten soll, verbunden mit mindestens 10 Liter Verbrauch. Die Benzinmodelle (V6 3000 und V6 3500), vor allem mit Automatik, sind da deutlich souveräner und flotter unterwegs. Das ideale Alltagsauto, wenn der Verbrauch von 16 Liter Super auf 100km nicht wäre. Damit scheidet ein Pajero schon einmal aus.

Zweiter Problempunkt ist die Parkplatz-Situation. Mein Alltagsauto parkt unter der Laterne neben der Straße. Was das bedeutet, kann man sich vorstellen. Kein Wetterschutz, prinzipiell auf Kontakt parkende Nachbarn, alle paar Tage neue Kratzer unerklärlicher Herkunft und keinerlei Platz, den Wagen zu pflegen oder daran zu basteln. Will man das einem Youngtimer, der die letzten 20 oder noch mehr Jahre behütet in der Garage des Erstbesitzers verbracht hat, antun? Wohl eher nicht. Damit scheidet ein Youngtimer als Alltagsauto auch aus.

Demnach ist der Legacy im Moment wohl das ideale Auto für meine Zwecke, ein Fahrzeugwechsel würde wenig Sinn machen. Flott auf der Autobahn, mühelos in der Stadt, einstellige Verbrauchswerte, sehr guter Rostschutz, ansprechender Boxersound, phantastischer Allradantrieb und genügend Gebrauchsspuren für relaxtes Kontaktparken.

Also muss ich doch kein neues/altes Auto suchen, keine Vor- und Nachteile abwägen, keine Probefahrten machen und nicht nach versteckten Mängeln fahnden? Wie langweilig!

Wierus

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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