Είμαι πίσω!

Mit diesem Beitrag möchte ich mich offiziell wieder in Österreich zurück melden und mich bei den vielen treuen Lesern meines Blogs, die trotz über einer Woche ohne neue Artikel regelmäßig reingeschaut haben, ganz herzlich bedanken! Ich habe mit in den Keller stürzende Zugriffszahlen gerechnet, doch dank euch wurde mein schlimmster Alptraum nicht wahr, vor allem ältere Artikel wurden vermehrt aufgerufen und teilweise auch kommentiert. Danke nochmals dafür, so macht bloggen Spaß!

Zypern war sehr interessant, auch oder gerade vom Standpunkt eines Autoverrückten! Schon bei der Ankunft am Flughafen in Larnaka fallen die unzähligen Fahrzeuge auf, die offensichtlich als Gebrauchte direkt aus Japan auf die Insel exportiert wurden. Da reihen sich Toyota Corona Premio als Taxis dicht an dicht, die Polizei fährt alle Generationen vom Pajero und sämtliche kleinen Fahrzeuge am und um den Flughafen sind Toyota Vitz, die JDM-Version von unserem Yaris.

JDM? Jemand denkt Mumpitz? Natürlich nicht, JDM bedeutet Japanese Domestic Market, sprich bei einem JDM-Fahrzeug handelt es sich entweder um ein Modell oder um eine Ausstattungsvariante, die in dieser Form nur auf dem Japanischen Markt erhältlich war. Doch damit endet der kurze Ausflug in die Kürzelkunde auch schon wieder, zurück zur drittgrößten Insel des Mittelmeers.

Nach kurzer Eingewöhnungsphase im rechtsgelenkten Mietauto Daewrolet Matiz 😉 kann der Spaß beginnen, die Linksfahrerei geht nach einigen Kilometern ins Blut über, nach zwei Tagen fährt man selbstverständlich links und greift beim Schalten auch nicht mehr in die Türverkleidung. Sehr spaßig, das Ganze!

Nach einigen Kilometern Autobahn- und Landstraßenfahrt fällt die unglaubliche Entspanntheit der Zyprioten erst richtig auf. Die Tempolimits von 80km/h auf Landstraßen sowie 100km/h auf Autobahnen werden größtenteils gar nicht ausgenutzt. Überland cruisen auch Einheimische sehr gemütlich, gefährliche Überholmanöver, riskantes Drängeln und dergleichen finden gar nicht statt.

Und an diesem geringen Geschwindigkeitsniveau orientieren sich auch die Motorisierungen der Fahrzeuge. Bei den dominierenden Japan-Importen handelt es sich meistens um Modelle kleinerer Klassen mit 1800 Kubik oder darunter und deutsche Autos werden auch meist mit kleinen Motoren gekauft. Ich habe einige Audi A4 gesehen, fast alles 1.6 und 1.8, die meisten E-Klassen sind E 200, die meisten Dreier-BMW wurden als 316i gekauft.

Doch am Laufen gehalten wird die ganze Insel von Pick-Ups der Marken Mitsubishi (L200), Toyota (Hilux) und Isuzu (KB), die in rauhen Mengen als Lastesel, Familienauto und automobiles Mädchen für Alles eingesetzt werden.

Leider wütete in Zypern, ebenso wie am Festland Griechenland, in den letzten Jahren eine heftige Verschrottungsprämie, so dass überraschend wenige wirklich alte PKWs zu sehen sind. Ein redseliger Einheimischer hat mir in gebrochenem Englisch erzählt, dass auch heute noch viele Zyprioten versuchen, ihre alten Fahrzeuge los zu werden, doch aufgrund der milden Witterung und dem dadurch resultierenden Fehlen jeglichen Streusalzes wollen die alten Autos einfach nicht kaputt werden. 😉 Und auch die Zeiten, als alte Autos einfach in eine Wiese gestellt und vergessen wurden, sind vorbei. Dieser R16 wird wohl auch bald einem neuen Hotelresort weichen müssen:

Griechenland und seine Inseln rühmen sich auch dafür, die jüngste Busflotte in der EU zu haben. Stimmt wohl, man sieht als Touristentransfer- und Linienbusse nur noch nagelneue Busse chinesischer Hersteller, meist von der Marke „King Long“, teils mit wilden Modellbezeichnungen wie XMQ6121G. Die wenigen alten Busse, die diese große Verschrottungswelle überlebt haben, werden kurioserweise meist als Schulbusse eingesetzt, wie auch dieser wunderschöne Bus:

Doch auch wenn man bei PKWs in Sachen Alltagsoldtimer auf Zypern nicht mehr auf seine Kosten kommt, so überlebten doch einige LKWs den Verschrottungswahn. Meist sieht man sie als umgebaute Sandwich-Verkaufsstände oder einfach abgestellt in Feldern und auf Parkplätzen.

Zu sehen ein Mazda Titan, ein Nissan Civilian und ein Toyota HiAce, alle drei mehr oder weniger zur Immobilie mutiert.

Doch auch wenn sich bis auf wenige Ausnahmen schon keine japanischen Oldtimer mehr auf Zypern finden lassen, kommt man als erklärter Freund japanischer Ingenieurskunst dennoch auf seine Kosten. Wo sonst außerhalb Japans kann man schon einen Toyota Corona Premio, einen Subaru R2 oder einen ultraseltenen Ẽfini MS-8 in freier Wildbahn beobachten?

Der Urlaub war schön, die Autoausbeute zufriedenstellend, die Insel sieht mich wohl wieder! Ich konnte viele Eindrücke und Themen für zukünftige Blogartikel sammeln, also bleibt dran, jetzt geht´s wieder mit vollem Elan in die Zukunft!

Wierus

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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