Das große Offroad-Projekt, Teil 1: Brainstorming

Willkommen zum Auftakt des großen Offroad-Projekts, an dessen Ende ein neues/altes Alltags-, Spaß-, Ausflugs-, Geländeauto stehen soll! Los gehts mit Teil 1 (nona), dem Brainstorming!

Nach vier Geländewagen in meiner Verflossenen-Liste 😉 und fast einem Jahr kaltem Entzug muss sich meine automobile Situation mittelfristig wieder zum Guten wenden, sprich ich muss wieder zurück hinters Steuer eines Offroaders! Nicht sofort, nicht überhastet, aber als Ziel am Horizont, als Motivation für Beruf und Arbeit und auch ein wenig als Lichtblick in meiner ungewissen Zukunft.

Und womit startet man so ein Projekt am Besten? Genau, mit einem ausführlichen Brainstorming. Los gehts…

Grundsätzliches zu Beginn:

Warum eigentlich ein Geländewagen? Weil es Spaß macht, mit einem gemütlichen und robusten Fahrzeug durch die Lande zu kreuzen und auf den hektischen PKW-Verkehr herunter zu blicken. Weil die Technik eines klassischen Geländewagens begreifbarer und auch sichtbarer ist als die eines PKW. Weil ein Geländewagen klassischen Zuschnitts eine aufrechte Sitzposition ermöglicht, die einen ausgezeichneten Blick auf den Verkehr zulässt und gleichzeitig das Einparken einfacher macht. Doch Moment! Muss man sich für die Faszination Geländewagen rechtfertigen? Ich denke Nein!

Nutzung:

Was hätte ich gerne, was erwarte ich mir? Um diese Fragen zu beantworten, muss ich mir mein Anforderungsprofil ans Fahrzeug näher ansehen. Ich möchte ein robustes, problemloses und zuverlässiges Fahrzeug. Soviel vorweg, wirklich viel bringt diese Feststellung aber noch nicht. Ich fahre Autobahn, etwas Stadtverkehr und etwas Landstraße, eine Änderung des Streckenprofils ist in den nächsten Monaten bis 2 Jahren nicht absehbar. Das ist ja schon mal ein Anfang…

Ein paar Mal im Jahr sollte sich ein Ausflug in ein Fahrgelände (z.B. Offroad Oberwart) ausgehen. Keine Hardcore-Trails und Trophy-Veranstaltungen, bloß ein wenig im Schlamm herumgurken und Spaß haben. In Sachen Reisen mit dem Geländewagen fehlt mir die Erfahrung, ich denke nicht, dass ich ihn als Wohnmobil benutzen möchte.

Ergebnis Nutzung: Ein robuster Geländewagen, der nicht nur abseits der Straße daheim, sondern auch auf der Autobahn nicht völlig fehl am Platz ist und gelegentliche Stadtfahrten nicht übel nimmt. Sowas solls sein.

Da die Frage der Nutzung geklärt ist, stellen wir uns jetzt konkret dem Problem =>Rahmenbedingungen:

Ich bin Laternenparker und fahre gelegentlich in Innenstädten herum, sprich der Wagen sollte in übliche Parklücken passen. Das limitiert die Fahrzeuglänge auf 5 Meter. Je weniger, desto besser. Parkgaragen gibts auch einige, wäre schön wenn ich sie nutzen könnte. Das bedingt eine Fahrzeughöhe von 2.10 Meter, maximal.

Ich bin kein begnadeter Schrauber, habe nicht die Räumlichkeiten für aufwendige Basteleien, sprich der Wagen muss zuverlässig sein und darf nicht permanent nach einem Mechaniker rufen. Daraus wird wohl der Griff zu einem robusten und haltbaren Fahrzeug mit möglichst einfacher Technik folgen, das nicht zuuu alt (> 25 Jahre) sein sollte.

Ich bin viel auf Autobahnen unterwegs und möchte vom Fleck kommen. Reiseschnitte wie ich sie im Moment mit meinem Legacy auf den Asphalt zaubere erwarte ich mir von einem Geländewagen selbstverständlich nicht. Aber um mit Tacho 100 zwischen den LKWs auf der A2 gen Süden zu kriechen, fehlt mir die nötige Geduld und Demut. Alles schon gemacht, aber auf Dauer wirds zu mühsam.

Ergebnis Rahmenbedingungen: Zu groß (> 5 Meter) oder zu hoch (> 2,10 Meter) darf er nicht sein, robust und anspruchslos muss er sein, Reisetempo 120 sollte sein.

Wie schauts eigentlich im Brieftascherl aus? Die Finanzen:

Dass ich hier keine Scans meiner Kontoauszüge herzeigen werde, sollte euch klar sein. 😉 Doch da sich nicht die Frage „Wieviel kann, sondern wieviel will ich ausgeben?“ stellt, handel ich das Thema sehr kurz und bündig ab. Der finanzielle Gesamtaufwand sollte nach Kauf, erforderlicher Reparaturarbeiten (Rost, Technik), etwaiger Umbauten (Fahrwerk, Stoßstangen etc.) samt Typisierung und einer ausgiebigen Konservierung von Rahmen und Karosse im Idealfall haarscharf noch im vierstelligen Eurobereich bleiben. Wenns knapp ins Fünfstellige rutscht, machts auch nix, mehr solls aber nicht werden!

Ergebnis Finanzen: Wer sparsam lebt, darf sich auch was gönnen. Wenns vierstellig bleibt, bin ich zufrieden.

Damit wären die drei wichtigsten Punkte einmal geklärt, der Rahmen gesteckt, jetzt kanns konkret an die Planung des Projekts gehen. Da ich auch noch andere Dinge zu tun habe (Gott sei Dank! 😉 ), wird das nicht so schnell gehen, aber als Zeitraum für mein ganz persönliches Offroad-Projekt ist ein Jahr geplant. Sprich spätestens im Mai 2012 sollte mein Traum-Geländewagen in der Straße auf mich warten, wenn ich das Haus verlasse.

Bis dahin bleibt aber noch viel zu tun, es wird spannend. Für etwaige Vorschläge oder zu beachtende Punkte bin ich jederzeit offen, Kommentar genügt!

Weiter gehts bald mit dem Teil 2, in dem die technischen Rahmenbedingungen genau erörtert werden.

Wierus

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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2 Antworten zu Das große Offroad-Projekt, Teil 1: Brainstorming

  1. Snorrsenkel schreibt:

    deine auflistung der anforderungen amüsiert mich, ich könnte das nämlich nicht. meine leidenschaft zu autos lässt mich über sowas völlig hinwegsehen.

    habe mir letztes jahr ein zweisitziges sportcoupe aus den 80ern gekauft. und meinen alltags-subaru verkauft.

    ich habe jetzt keine rückbank und keinen kofferraum mehr, ein nutzwert ist nicht vorhanden. dafür habe ich allerdings einen mittelmotor, targadach, rahmenlose fenster mit riesig langen türen und das ausgewogenste fahrverhalten überhaupt.

    mittlerweile liebe ich es, für all diese vorzüge kompromisse einzugehen und erkenne die vorteile, die sich aus nachteilen ergeben. es ist toll keinen platz zu haben und nicht mehr das taxi für andere spielen zu können. und wenn doch mal mehr platz nötig ist, kann ich jedesmal einen anderen mietwagen testen und lachen, wie wenig charme in diesen brot-und-butter-autos vorhanden ist.

    nein, bitte keine kompromisse mehr. für mich gehts nur noch geradeaus. oben offen und heckgetrieben.

    …aber manchmal sehne ich mich doch nach größeren dimensionen, wenn die schlaglöcher zu tief und die bahnschienen zu hoch werden.
    🙂

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