Das große Offroad-Projekt, Teil 2: Die Technik

Nach dem ausführlichen Brainstorming in Teil 1 wird das Große Offroad-Projekt nun schon konkreter.

 

Im zweiten Teil geht es um die Wunsch-Technik des Geländegängers. Und womit kann man die Erörterung der technischen Rahmenbedingungen besser starten, als mit dem Motor?

Die Motorenwahl

Bei diesem Thema stellt sich primär eine Frage: Benziner oder Diesel? Ein Geländewagen mit Benzinmotor wäre umweltzonentauglich, sollte sich dieser Unsinn in Österreich irgendwann in näherer Zukunft durchsetzen, verbraucht aber deutlich mehr als ein Diesel. Ein Gasumbau wäre eine theoretische Option, kommt aufgrund des Kostenaufwands und der langwierigen Amortisation für mich jedoch wohl nicht in Frage.

Also Diesel. Modern oder altbewährt? Zweiteres bitteschön. Ich habe keine Lust auf und auch kein Geld für undichte Injektoren, defekte Hochdruckpumpen und geplatzte Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Ein Wirbelkammer-Turbodiesel wäre die beste Lösung. Vier oder sechs Zylinder? Wer schon einmal einen Sechszylinder besessen hat, geht nie wieder zum Vierzylinder zurück, heißt es. Ich seh es nicht so ernst, kann mich mit einem Vierzylinder genauso anfreunden, wenn die Laufkultur passt. Viel oder wenig Leistung? Sehr relativ, das Thema, aber steuerlich und in Sachen Versicherungseinstufung liebäugle ich mit einer Leistung zwischen 100 und 150 PS. Mehr sollte nicht sein, viel weniger aber auch nicht.

Selbst schalten oder schalten lassen?

Die nächste Glaubensfrage: Handschaltung oder Automatik? Ein Automat bietet phänomenalen Komfort im Stadtverkehr und hat auch im Gelände Vorteile, ist jedoch im Alter anfälliger und wartungsintensiver. Ein Schaltgetriebe fordert den ganzen Mann, zumindest seinen linken Fuß und die rechte Hand, man weiß jedoch immer ganz genau, was der Motor drehzahltechnisch macht. Da der Wagen, der ins Haus kommt, nicht mehr der Jüngste sein wird, steht die Entscheidung mehr oder weniger fest: Mit Schaltgetriebe wäre mir recht, weils technisch einfacher ist. Dann aber bitte mit einer praxistauglichen Übersetzung, denn 3000 Umdrehungen bei Tacho 100 im fünften Gang sind auf Dauer nicht lustig. Schönen Gruß an Mitsubishi!

Daher das vorläufige Ergebnis in Sachen Antriebsstrang: Wirbelkammer-Turbodiesel mit Schaltgetriebe

Das Fahrgestell

Geländewagenfans denken bei dem Begriff nicht nur an lange Beine, sondern auch an Starrachsen vs IFS (independent front suspension = Einzelradaufhängung vorne) und an Leiterrahmen vs selbsttragende Karosserie.

In Sachen Starrachsen Ja oder Nein bin ich der Meinung, dass ein richtiger Geländewagen zumindest hinten eine starre Achse haben sollte. Klar gibts Ausnahmen (Pinzgauer etc.), aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich, daher ist eine starre Achse hinten Pflicht! Ob er vorne eine hat, hängt von der finalen Entscheidung für ein Modell ab, das wird die Zukunft zeigen.

Auch in Sachen Karosserieaufbau hab ich meine Prinzipien. Ich hätte gernen einen Geländewagen mit einem Leiterrahmen! Warum? In Sachen Rost gibts unter Oldtimer-Schraubern ein Sprichtwort: „Meide Dramen, wähle Rahmen!“. Da ist was dran. Eine Karosserie, die auf einem Leiterrahmen sitzt, ist deutlich einfacher aufgebaut als eine komplex-verschaltelte Selbsttragende, die deutlich mehr Hohlräume und Versteifungen hat. Da es ein älteres Fahrzeug werden soll, dass sicherlich auch mit Rost serienmäßig kommen wird, ist die Instandsetzung und Erhaltung einer Leiterrahmen-Karosse und des Rahmens selbst leichter und einfacher möglich.

Daher das Ergebnis der Fahrgestell-Frage: Leiterrahmen und eine Starrachse hinten sind Pflicht

Die Sperren

Kommen wir noch zu einem spezifischeren Thema, dem der Achssperren. Hätte ich gerne einen Wagen ohne serienmäßige Achs-Differentialsperren ala Defender, mit einer Sperre hinten wie z.B. der Pajero V20 oder mit Sperre vorne UND hinten wie im Puch G verbaut?

Schwierig, hängt stark vom Wagen ab. Aber zumindest an der Hinterachse schadet eine Diffsperre nicht, alles schon selbst erlebt. Man braucht sie nicht oft, aber wnen man sie benötigt ist es gut, wenn sie vorhanden ist.

Die Wunsch-Ausstattung: Eine 100%- Hinterachs-Diffsperre wäre nett

Damit wäre der zweite Teil des Offroad-Projekts zum Thema Wunschtechnik des Fahrzeugs erledigt, die Wünsche und Anforderungen werden konkreter, der Pool an möglichen Fahrzeugen kleiner. Mal sehen, welche Erkenntnisse im 3. Teil des Großen Offroad-Projekts auf uns warten, wenn es um den Aufbau des Wagens geht!

Wierus

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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