Wenn 007 kein Brite wär…

… wie würde dann sein Fuhrpark aussehen? Der bekannteste Spion im Auftrag Ihrer Majestät fährt mit einigen wenigen Ausnahmen meist Aston-Martin, und das passt einfach. James Bond im Austin Ambassador ginge gar nicht, britisches Auto hin oder her. In Goldfinger fuhr die Doppelnull 😉 Aston Martin DB5, in aktuellen Filmen meist Vanquish und DBS.

Doch welche Autos würde Bond in den 60ern und in seinen aktuellen Abenteuern fahren, wenn er Deutscher, Italiener, Japaner und Ami wäre?

Germany

James Bond ist Deutscher, heißt Klaus-Dieter Krautwurst und bekommt von seinem „Q“ genannten aber auf Detlef Wirsingquark getauften Techniker folgende Fahrzeuge zur Verfügung gestellt:

1964 (Goldfinger) müsste es wohl ein BMW 3200 CS sein:

und 2006 (Casino Royale) würde sich ein Mercedes-Benz CL600 (C215) anbieten:

Italy

Meine Name isse Giorgio Bonderosa, ich bine die geheime Agente seine Majestät eh. Meine Ingeniere was machen die Tecknik isse Luigi Canneloni, hatte macke fur mich folgende bella machina:

1964 isse geworde eine Lancia Flaminia GT:

2006 man kanne merke, Madonna mia, dass meine ´eimat nixe is mehr gut in macke stilvolle Auto fur mik, also isse eine Lancia Kappa Coupe als Gebrauchtwage die beste Optione:

Japan

Takeshi Castle, der aufgrund seines englischen Vaters zum untypischen Nachnamen kam, bekäme von seinem Techniker, welcher Tomoko (Kind der Weisheit) gerufen wird,

im Jahr 1964 wohl einen Toyopet Corona, zurückhaltend elegant und vornehm wie Takeshi:

und 2006 würde Tomoko auf eines der elegantesten und ausgefeiltesten Luxuscoupes zurückgreifen, die jemals in Japan entstanden, das Nissan Skyline 370GT Coupe:

US of A

Tja, wenns jetzt ums Jahr 1983 ginge, wäre die Frage mit „David Hasselhoff“ und „Pontiac Firebird TransAm KITT“ schon beantwortet… 😉 Der Charakter des James Bond ist so absolut unamerikanisch, so völlig gegen die Überzeugung eines Bewohners des Land of the free und Home of the brave, dass es fast wehtut. Doch es gibt ihn, den stilvollen Ami, den Bond der USA.

Es ist George Walker Yankee, der Vater von „Walker, Texas Ranger“ und ein enger Freund von Rock Hudson. Natürlich ist er nicht nur Waffennarr, sondern auch Autofreak. Daher fährt er

1964 den Studebaker Avanti aus der Hand von Raymond Loewy:

und 2006 den unvermeidlichen Dodge Ram SRT-10, das Sinnbild des irrsinnigen US-Autos. Seit er die Kiste fährt bekommt er zwar keine Frauen mehr (ganz anders als sein britischer Kollege), seine Popularität im Bible-Belt ist aber drastisch gestiegen!

Was von so absurden Gendankenexperimenten bleibt? Die Hoffnung, dass bloß kein Autor versucht, eine Figur wie James Bond in kein anderes Land als ins Vereinigte Königreich zu setzen. Denn nirgendwo sonst passen Stil, Selbstironie und Machogehabe so gut zu den heimischen Autos wie in England.

Wierus

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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4 Antworten zu Wenn 007 kein Brite wär…

  1. Youngtimer Garage schreibt:

    Das gefällt mir!
    Was bitte fährt Bond als Russe, als Schwede und als Franzose?

  2. YoungtimerBlog schreibt:

    saugute Idee! Und ich stimme zu: da sind noch Länder offen – es gibt da dieses coole Volga Coupe….

  3. snorrsenkel schreibt:

    Toyopet Corona?

    wenn james bond japaner wäre, würde er definitiv einen mazda 110 s cosmo fahren!

    😉

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