Das große Offroad-Projekt, Teil 10: Es wär so schön gewesen…

Nach Wochen reiflicher Überlegung hat mich nun die Realität unbarmherzig eingeholt. Das große Offroad-Projekt 2012 und damit leider auch der damit verbundene Kauf eines Pajero V20 als Alltagsauto muss bis auf weiteres verschoben werden.

Die Gründe für die Verzögerung sind in meiner momentanen Lebenssituation und den damit verbundenen Anforderungen an mein Alltagsauto zu finden. Ja, ich habe mich dem Alltag gebeugt, und darauf bin ich nicht stolz. Vor einigen Tagen wurde mir wieder bewusst, wie fehl am Platz ein Pajero bei mir als daily driver wäre. Warum? Blick zurück auf Samstag vergangener Woche:

Tagwache um Acht, der Plan für diesen Tag sieht einen Kurzbesuch bei meinen Großeltern in der 180km entfernten Oststeiermark vor. Leider kein netter Ausflug mit Muße für die Langsamkeit, sondern eine Visite, notwendig geworden durch schwerwiegene gesundheitliche Probleme der Beiden und damit verbundenen Scherereien. Einfache Anfahrt von A (Wien Nord) zu B (Bezirk Feldbach) über die A2, 180 km über großteils gerade, eintönige Autobahn, Hochnebel. Ach ja, um 17 Uhr sollte ich wieder in Wien sein, dort wartet jemand um diese Zeit darauf, von mir abgeholt zu werden. An solchen Tagen hab ich nicht den Nerv, maximal Tacho 110 zu fahren, nur dass der Motor nicht hochgeht…

Die einfache Fahrtzeit bleibt nur dank betont flotter PKW-Fahrweise vor und nach dem Wechsel im Rahmen, sprich bei etwas über 2 Stunden. Binnen-Verkehr in Wien gibts bei mir sogut wie gar nicht, mein Auto fährt beinahe ausschließlich Wien-Steiermark-Wien im Linienverkehr. Mal mit Heimweh als Rückenwind, dann wieder dank Terminen oder geplanten Besuchen etwas im Streß, gelegentlich aber auch nur mit dem Bedürfnis, möglichst schnell von Wien weg zu kommen, als Gewicht am Gaspedal. Jedoch immer auf der Autobahn, größtenteils dreispurig, größtenteils eintönig. Da kommt nie das Verlangen nach der „Entdeckung der Langsamkeit“ auf.

Aus diesem Grund kommt ein Geländewagen als Alltagsgefährt erst dann wieder in Frage, wenn Wien dauerhaft hinter mir liegt und ich wieder back in Styria bin. Das Große Offroad-Projekt wird hier gestoppt und verschoben, aber NICHT verworfen! So leid es mir tut…

Wierus

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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3 Antworten zu Das große Offroad-Projekt, Teil 10: Es wär so schön gewesen…

  1. YoungtimerBlog schreibt:

    ach ja…. so kommt man dann am Ende auf diese irgendwie doch ganz alltagsfähigen Youngtimer / FunCars…

  2. Hannes schreibt:

    Auch wenn bei dir die Vernunft siegt: bei mir nicht! Ich hoffe daß du ab Frühling bei mir wieder mit einem L040 fahren darfst; wenns soweit ist bist du/ seid ihr herzlich dazu eingeladen!

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