Alles Koller, oder was?

Am vergangenen Samstag war es wiedermal Zeit für die Koller-Klassik am Heldenberg in Niederösterreich. Kennt ihr nicht? Im Prinzip hat man auch nichts versäumt, handelt es sich doch primär um eine Promotion-Veranstaltung für das gleichnamige Automuseum und die „Koller Worldwide Industry Group“ (Original-Zitat der Homepage).

Was erwartet den Besucher der Koller Klassik? Etablierte Mainstream-Klassiker, eine Alibi-Zeitnehmung auf 1500m Fahrtstrecke und ein enorm kitschiger aber dekorativer Rahmen für enorm kitschige aber dekorative Fotos von ebensolchen Autos. Das recht hohe Startgeld in Verbindung mit der unspektakulären Strecke auf den kleinen Hügel namens „Heldenberg“ und dem schlechten Wetter war wohl schuld an der geringen Zahl an Teilnehmern. Die Möglichkeit, sich mit Handelsexperten des Dorotheums über den heimischen Markt zu unterhalten, wurde da verständlicherweise gerne wahrgenommen. Auch von mir. Mein persönlicher Lichtblick in Sachen Teilnehmerautos zwischen den unzähligen 911 G-Modellen, Jaguars und Sternenkreuzern war ein blauer Austin Cambridge, der sich etwas schüchtern in die „Kolonne der oberen Zehntausend“ eingereiht hat.

Da lohnt sich ein Besuch des Oldtimer-Museums gleich doppelt. Nicht nur die Bandbreite an ausgestellten Fahrzeugen ist deutlich höher als am Parkplatz davor, das Museum ist auch geheizt. Ein nicht zu verachtender Vorteil bei den derzeitigen Temperaturen. Wider erwarten stehen nicht nur etablierte Klassiker der Luxusmarken in der großen und nicht immer ganz geschmackssicher dekorierten Halle, dank der Sonderschau „Renn- und Rallyefahrzeuge“ fanden sich auch ein Datsun 240Z, ein Fiat Ritmo oder ein Hundeknochen-Escort. Ein Mazda RX-7 gehört als Wankelvertreter und einziger Japaner zum ständigen Fundus des Museums. Hätte ich mir nicht erwartet, Kompliment!

Ein paar Fotos möcht ich euch natürlich zeigen:

Natürlich darf mein persönlicher Favorit nicht fehlen. Ich gebe es zu, ich hab mich ein klein wenig verliebt. Nicht in den opulenten Bugatti oder den rasanten Porsche, auch der üppige Packard hat mich vergleichsweise kalt gelassen. Mein Favorit war und ist der in dezentem Grün gehaltene 54er Opel Kapitän. Diese detailverliebte Verarbeitung hochwertiger Materialien, gepaart mit einem Dackelblick zum Dahinschmelzen macht ihn für mich zu einem echten Traumauto!

Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise…

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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