Die Vergänglichkeit des Seins

Wer sich Meine Autovergangenheit ansieht, dem fällt wahrscheinlich auch auf, dass dort großteils Fahrzeuge gelistet sind, die landläufig als „rostanfällig“ bekannt sind. Zufall?

Ich geb es zu, ich steh auf vergängliche Autos! Fahrzeuge, die nach 20 Jahren Alltagsbetrieb immer noch an jeder Ecke stehen, lassen mich kalt. Für mich besteht eine großer Teil der Anziehungskraft eines Youngtimers darin, dass der Löwenanteil der verkauften Fahrzeuge längst verschwunden ist.

Mein damals neu gekaufter Impreza wurde für mich erst dann interessant, als er abgelöst und damit nicht mehr neu hergestellt wurde. Bedeutet das doch, dass sie ab diesem Zeitpunkt immer weniger werden. Erst durch Unfälle, dann durch Verschleiß und Rost. Eigenartigerweise fängt mein Herz erst dann für so manches Automodell zu schlagen an, wenn die letzten guten Exemplare grad in feste Hände verkauft und die niedergerittenen Alltagsschleudern verramscht werden. Muss sich wohl um einen klassischen Sprung in der Schüssel handeln. 😉

Bei meinem Aufenthalt auf Gran Canaria (https://wierus.wordpress.com/2012/04/12/gran-canaria/) vor einigen Wochen wurde mir wieder bewusst, wie kompliziert man als Altblech-Fan tickt. Denn dort, auf einer Insel ohne Winter, ohne Salz und fast ohne Rost ist mir aufgefallen, wie langweilig es ist, wenn alte Autos nicht verschwinden. Hierzulande halte ich immer die Augen nach überlebenden Pajero L040 offen, die vom Rost verschont wurden. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis ich zuschlage und mir einen Survivor sichere. Auf GranCan stehen sie an jeder Ecke, dort würde ich als Einheimischer wohl keinen fahren.

Ein Psychologe könnte nun wohl klären, ob es sich um einen Zwang handelt, Fahrzeuge „retten“ zu müssen oder ob es eher darum geht, seinen Jäger-und-Sammler-Trieb auszuleben, der uns aus der Steinzeit geblieben ist. Fakt ist: Ich bin manchmal ganz froh über unser Klima samt sechs Monaten Winter. Denn so hilft auch die Natur mit, unser Hobby nicht langweilig werden zu lassen!

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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Eine Antwort zu Die Vergänglichkeit des Seins

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