Das Eintausch-Dilemma

Es gibt Gebrauchtwagen nach Eurotax-Liste. Und es gibt japanische Allradler. So lässt sich das heimische Gebrauchtwagen-Eintausch-Dilemma in zwei kurzen Sätzen zusammenfassen. Darunter leiden nicht nur die Händler, sondern auch oder gerade die Gebrauchtwagen-Kunden. Ich möcht euch das Problem an einem real existenten Beispiel erläutern.

Ein großer Subaru-Händler möchte seine treuen, markenbedingt nicht ganz so zahlreichen, Kunden nicht mit niedrigen Eintauschpreisen an die Konkurrenz verlieren und bietet eintauschwilligen Kunden aus diesem Grund sehr großzügige Restwerte auf ihre Gebrauchten.

Der Kunde ist glücklich, schließlich hat er einen guten Preis für seinen Gebrauchten bekommen. Der Händler ist glücklich, schließlich konnte er wieder einen Neuwagen unter die Leute bringen und einen Stammkunden behalten. Bloß muss der zu teuer eingetauschte Wagen auch wieder verkauft werden, mit Gewinn versteht sich.

Ein paar Kleinigkeiten sind immer zu machen, eine Aufbereitung ist auch nicht gratis und der Gewinn kommt noch oben drauf. Ergibt einen Gebrauchtwagen-Endpreis, der sich gewaschen hat.

Aktuelles Beispiel: Eine 2005er Legacy IV 2.0i Limousine in Hellblau. Mit Automatik und den für Wien und Pensionisten so typischen Parkschäden. Nicht gerade das gefragteste Auto unter der Sonne. Zugegeben mit wenig Kilometern. Verkauft wird er von einem Händler, der in der Branche für hohe Eintauschpreise bekannt ist. Kosten soll er 15.000 Euro. Umpf…

Prinzipiell ein idealer Nachfolger für meinen treuen, aber deutlich alternden Legacy III. Stellt sich nur die Frage, ob ich als Endkunde mit meiner Brieftasche für den zu teuren Eintausch bezahlen will oder nicht. Ihr müsst euch immer vor Augen halten, dass plötzlich der Restwert laut Liste gilt, wenn euch bei der Heimfahrt vom Händler an der ersten Ampel jemand in euer neu erworbenes Schätzchen fährt.

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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3 Antworten zu Das Eintausch-Dilemma

  1. turboseize schreibt:

    Ich weiß nicht wie das bei Euch ist, aber in Deutschland kann man bis zu 130% des Zeitwertes als Reparaturkosten geltend machen.
    Bei sehr seltenen und außergewöhnlich guten Fahrzeugen empfiehlt es sich, beizeiten von einem Sachverständigen ein Wertgutachten erstellen zu lassen, in dem der Wiederbeschaffungswert festgelegt wird. Denn der kann vom durchschnittlichen Marktpreis sehr weit nach oben abweichen…

  2. Pingback: Es ist vorbei! Endlich… | Lukas Wieringer

  3. Pingback: Mission Alltagsauto – Hinter den Kulissen | Lukas Wieringer

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