Erstkontakt mit Gehörschaden

Nach langer Pause hatte ich heute wiedermal ein interessantes Fahrzeug unterm Hintern. Meine Eindrücke vom Erstkontakt mit einem 1970er Unimog 406.

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Das Leben ist hart, in einem Unimog. Aufgrund der leeren Ladefläche trifft das auch auf die „Federung“ zu, die angeblich vorhanden sein soll. Gemerkt hab ich davon nichts. Ein guter, alter Suzuki Samurai ist eine Sänfte dagegen. Dass ein Mordstrumm von einem Motor halb unter der Haube, halb in der Kabine steckt, merkt man schon beim Einsteigen sofort. Der Unimog U80 406 ist ein lupenreiner 1 + 1 Sitzer, sprich Fahrersitz plus Notsitz für arme Sünder. Ein Pygmäe sollte ausreichend Platz finden. Die Einrichtung der Kabine ist im Vergleich zu einem Land Rover aus den 60er Jahren beinahe opulent, mit geschäumtem Armaturenbrett, zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten und einer Heizung. Sobald der Motor zum Leben erwacht, ist es aber vorbei mit komfortabel. Ein ohrenbetäubender Krawall erfüllt die Kabine, der ganze Wagen zittert und dröhnt.

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Drehzahlmesser gibts keinen, wäre aber interessant zu wissen, bei welcher Drehzahl das Trommelfell platzt. Mangels passendem Führerschein (Leergewicht 3400 Kilo) zum Beifahrer verdammt, konnte ich mich voll auf das Fahrerlebnis konzentrieren, ohne wie der Fahrer ununterbrochen mit den riesigen Schalthebeln hantieren zu müssen, um das Ding in Bewegung zu halten. Bis Vmax Tacho 65 ist ganz schön was zu tun, insgesamt fünf Schalthebel wollen virtuos bedient werden. Dass der Unimog über ein vollsynchronisiertes Getriebe verfügt, vereinfacht die Sache wohl nur ein wenig.

Der Unimog 406 ist ein beinhartes Arbeitsgerät, das den ganzen Mann fordert und seinen Insassen nichts schenkt. Jeder gefahrene Meter muss hart erarbeitet werden. Ein besonderes Erlebnis mit einem ganz besonderen Fahrzeug.

Mein Dank geht an meinen guten Freund Hannes, der mich in die Welt der alten Unimogs entführt hat. Jederzeit gerne wieder!

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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