Noch ein 3er? Krass!

Könnt ihr euch noch an die Story von letztem Sommer erinnern, an deren Happy End sich mein Schwager ein E30 Cabrio gekauft hat? Den Wagen gibts natürlich noch, wird gerade teilrestauriert und in annähernden Originalzustand versetzt.

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Für die Zwischenzeit, den Winter und andere trübe Tage muss natürlich auch ein Auto her. Dass eingefleischte Fans der bayrischen Freude am Fahren da nicht weit über den Tellerrand schauen ist nicht verwunderlich, also soll es ein 3er mit festem Dach und Klima sein. Bevorzugt ein E46, der zeitlos elegante 3er aus der Ära vor dem umstrittenen Chris Bangle. Diesel wäre nett, ein wenig Ausstattung auch. Kenner der Materie wittern schon das Problem. Die Kombination 3er BMW, Gebrauchtwagen und Wien lässt schlimmes vermuten. „Ey, total krasse Dreia, Oida!“

So kommts auch. Ein Großteil der Inserate in gebrochenem Deutsch, mit schlechten Fotos von verbastelten Kisten. Besichtigungstermine, bei denen Vorstadt-Checker aus Simmering und Favoriten ihre Goldkettchen am Hals mit dem Lack um die Wette glitzern lassen. Und dann ein Lichtblick. Wobei, der Lichtblick ist eigentlich Grau wie ein Novembertag im Weinviertel und steht bei einem bosnischen Klischee-Gebrauchtwagentandler. Aber der Wagen ist seriös. Schon auf den ersten Blick.

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Was man vom Umfeld nicht behaupten kann. Großteils Billig-Gebrauchte mit den Resten rumänischer Autobahnvignetten auf den von Streusplit zerbombten Windschutzscheiben. Nur der 2002er 320d sticht heraus. Nummerntafelhalter von BMW Gady, unverbastelt, original. Beim Blick in die Papiere wird alles klar. Neu gekauft bei einem BMW-Händler in der Südsteiermark, der Heimatstadt meiner Mutter, nach 2 Jahren als Leasingauto verkauft an einen Herrn aus dem wunderschönen Riegersburg. Jahrgang 1954, er hat ihn die letzten 9 Jahre gefahren und lückenlos servicegepflegt, zahlreiche Neuteile zeugen davon.

So genau wie bei dem Wagen hab ich schon lange nicht mehr hingeschaut. Alleine 30 Minuten habe ich die Hebebühne der kleinen Werkstatt nebenan blockiert, bin den Wagen minutiös durchgegangen. Bis auf kleine Nachlackierungen und ein poröses Flexrohr am Auspuff alles bestens. Nach der Probefahrt eine kurze, faire Preisverhandlung, Geld gegen Papiere und die Sache war erledigt. Mit Xenon-Scheinwerfern, Bordcomputer plus Navi, Regensensor, Sportfahrwerk, Tempomat und Co. hat er ordentlich Ausstattung, schöne 17-Zöller mit Sommerreifen stehen ganz oben auf der Einkaufsliste.

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So sieht Besitzerstolz aus! Gratulation zum sportlich-eleganten Alltagsrenner und jederzeit gute Fahrt!

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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