Seiberer 2014, ich war dabei!

Sonntag, 27. April, 7 Uhr früh. Über der Wachau liegt leichter Hochnebel, die Straßen sind noch leer. Nur einige Jogger genießen den kühlen Morgen. Plötzlich ein dumpfes Blubbern und Röhren, das immer lauter wird. Nichts zu sehen, aber man hört es ganz deutlich. Plötzlich biegt ein kleiner, blauer Wagen um die Kurve.

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Am Steuer? Ich. Und zwar auf dem Weg nach Weißenkirchen, einem beschaulichen Fremdenverkehrsort zwischen Dürnstein und Spitz, mitten in der wunderschönen Wachau. Denn dort steigt bereits zum 29. Mal der Seiberer Bergpreis, eine Gleichmäßigkeitsveranstaltung für Fahrräder, Mopeds, Roller, Motorräder und Kleinwagen bis 1300 ccm. Heuer das erste Mal auch mit der Sonderklasse „Klassische japanische Automobile“. Einmalig in Österreich, da muss ich hin.

Mit 22 Fahrzeugen zwar noch sparsam bestückt, aber aller Anfang ist schwer. Und die Güte der an den Start gebrachten Fahrzeuge ist auch nicht zu verachten. Alles bestens gepflegte und umsorgte Sammlerstücke mit teils immensem Seltenheitswert.

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Honda S800

Beim Seiberer Bergpreis dreht sich alles um Gleichmäßigkeit. Zweimal muss eine sehr milde Bergstrecke befahren werden und im Idealfall braucht man ziemlich gleich lang. Je mehr Abweichung, desto verloren. Das hat man zwar im Kopf, aber nur solange, bis die Startflagge fällt.

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Die beim ersten Lauf, wenn man die Strecke noch nicht kennt, gefahrene Zeit gilt zwar als Richtwert, ist aber schnell hinfällig. Warum? Weil man sich natürlich merkt, wo man das Gas stehen lassen kann.

Beim zweiten Lauf um 45 Sekunden schneller als beim ersten. Boah, wir haben´s ganz schön fliegen lassen. 😉 Aber wenn es halt auch so Spaß macht, den roten Capri mit der Startnummer 281 aus der „Einladungs-Klasse“ in Schach zu halten… Für uns reicht es zumindest für Platz 19 von 22 Startern. Aber es besteht ja noch Hoffnung. Wenns 2015 nicht zu viel juckt im rechten Fuß.

War die Sonderklasse für japanische Klassiker ein Erfolg? Jein. Viele Besucher waren begeistert, dass endlich einmal nicht nur Mainstream-Oldtimer zu sehen waren. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Mir sind auch zahlreiche Beschwerden über „die Japsn, die jo olles kane Oldteima san“ zu Ohren gekommen.

Ich halte es für außerordentlich wichtig, dass gerade in Österreich auch der Szenenachwuchs an die Öffentlichkeit geht und sich sehen lässt. Denn nur dadurch wird es gelingen, japanische Klassiker in den Köpfen der Ösis zu etablieren. Auf ein Neues im April 2015!

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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