Oldtimermesse Tulln 2014

Es ist Ende Mai und es ist Oldtimermesse in Tulln. Wie jedes Jahr. Und natürlich war ich auch wieder dabei. Heuer mit tatkräftiger Unterstützung eines BMW-Sammlers und Mini-Freaks. Der das erste Mal mit dabei war. Und daher natürlich schwer beeindruckt von etwa 750 Ausstellern auf 25.000 m² Hallenfläche (9 Stück!) und 60.000 m² Freigelände. Der Veranstalter rechnet wieder mit bis zu 35.000 Besuchern an den beiden Messetagen.

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Das macht die Oldtimermesse in Tulln zum größten heimischen Oldtimer-Event. Und das merkt man auch. Rund ums Messegelände herrscht von Samstag früh bis Sonntag Abends das völlige Verkehrschaos, mittags werden die Würstelstandl und Verpflegungslokale am Gelände gestürmt, auch das Parkplatzpersonal (3 Euro für Parken und Shuttlebus) war mit dem Andrang an Besuchern merklich überfordert.

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Die Messe selbst bietet wie jedes Jahr einen soliden Querschnitt über so ziemlich jede Art der Old- und Youngtimer-Liebhaberei. Von Vorkriegsfahrzeugen (Erster, nicht zweiter Weltkrieg!) über Mainstreamklassiker, Landmaschinen, LKWS und sterile Hochglanz-Anlageobjekte bis hin zu kultigen Youngtimern und unterschiedlichsten Motorrädern ist alles vertreten, was nicht ganz neu ist und zumindest zwei Räder hat.

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Bemerkenswert heuer: Das Engagement der Denzel-Gruppe anlässlich des „35 Jahre Mitsubishi in Österreich“-Jubiläums zum Jahreswechsel. So zahlreich war keine andere Marke vertreten, mit einem so breiten Spektrum vom Rallyegerät (Lancer Turbo) über die Luxuslimousine (Sigma V6) bis zum Offroad-Kämpfer (Pajero) konnte kein anderer Hersteller aufwarten. Sogar der Pressesprecher himself, Fritz Sommer, war vor Ort und für jede Frage und/oder Anregung offen. Kompliment, das könnten etwa Toyota Frey oder Mazda Österreich in den nächsten Jahren nachmachen…

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So nett die Messe auch ist, bleibt doch ein fader Nachgeschmack zurück. Das Freigelände etwa, ein einziger großer Flohmarkt, ist nicht wirklich interessant. Zahlreiche Teiledealer, Schrott-Tandler und Glücksritter. Aber bis auf die immer gleichen, völlig überteuerten Embleme und Proespekte, Vorkriegsscheinwerfer und undefinierbare Klumpen Rost gibts fast nur VW-Teile. Uninteressant. Wohl nicht nur für mich, denn am Oldtimer-Besucher-Parkplatz sind vielleicht 15 Prozent der Oldies aus dem VW-Konzern. Bei sicherlich mehr als 50 Prozent VW-Teile-Anteil am Freigelände.

Als Teilemarkt ist die Messe also nicht interessant. Die Fahrzeuge, die in den Hallen ausgestellt werden, stehen einfach so herum, dürfen von Besuchern nur betrachtet und von Besitzern nicht gestartet werden. Sind also scheintot. Das kann ich in einem Museum auch haben. Meist um weniger als 12 Euro pro Person.

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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Eine Antwort zu Oldtimermesse Tulln 2014

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