The same procedure as everytime? III

Faszinierend, wie gut doch die einleitenden Worte der ersten Pajero-Besichtigung unter dem Motto „The same procedure as everytime?“ von Mai 2013 auch über ein Jahr und viele Pajero-Besichtigungen später immer noch passen…

Wiedermal auf Pajero-Besichtigungs-Tour, wiedermal ernüchtert heimgekehrt. Doch zurück zum Anfang, wo alles begann, wie es immer beginnt. Mit einem unscheinbaren Inserat.

Und zwar vergangene Woche. Die Sehnsucht nach einem möglichst jungen, technisch möglichst alten Pajero als künftiges Alltagsauto lässt mich ja bekanntlich nicht los und so bin ich wieder auf ein Inserat gestoßen, das interessant klingt. Ein kurzer 2004er Pajero Classic mit moderaten 170.000km auf der Uhr zum fairen Preis. So ein zeitloses Auto, gemütlich und sympathisch, muss man einfach mögen. Und natürlich anschauen, also nichts wie hin zum Händler in Niederösterreich.

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Wow, der schaut ja richtig super aus! Außen wie innen top gepflegt, die paar kleinen Steinschläge auf der Motorhaube liebevoll ausgetupft, alle fünf Alufelgen nicht oxidiert oder vergilbt, keine Anhängekupplung, die Heckstoßstange samt Chromauflagen nicht verrostet oder verbeult. So gepflegt sieht man die von 2002 bis 2004 angebotenen Pajero Classic selten.

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Doch bevor alle Euphorie-Dämme brechen und ich laut nach dem Kaufvertrag schreien kann, steht ein Blick auf Leiterrahmen und Unterboden an. Bei dem Exemplar doch wohl kein Problem, so schön erhalten wie der ist. Und dann ist´s auch schon vorbei mit Hochgefühl und Haben-wollen-Reflex…

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Na servas… Man muss dem Händler hoch anrechnen, dass er den Ist-Zustand nicht verschleiert und einfach nur schön dick Unterbodenschutz drüber geblasen hat. Aber wie er den Wagen so verkaufen will, vor allem hierzulande und mit Gewährleistung, ist nicht nur mir rätselhaft! Egal ob linker oder rechter Rahmenlängsträger, das Rückgrat dieses obenrum so schönen Classic befindet sich nach 10 Jahren im Endstadium. Großflächig ausbrechende Rahmenlöcher und optisch sehr suspekte Stellen, den denen ein Schraubenzieher wohl in Kürze durchfährt, inklusive.

Faszinierend, wie gut doch die abschließenden Worte der zweiten Pajero-Besichtigung unter dem Motto „The same procedure as everytime?“ auch über ein Jahr und viele Pajero-Besichtigungen später immer noch passen…

Und so endet es, wie es schon im Mai geendet hat und wie es fast immer endet. Aber verdammt noch mal, es will einfach nicht fad werden! 😉

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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2 Antworten zu The same procedure as everytime? III

  1. David Frank Castle schreibt:

    Irgendwann müsste man mal so eine hartnäckige Suche nach einem Pajero aufgeben? Ich habe fast ihren ganzen Blog amüsiert und interessiert durchgelesen. So viele runtergerockte und verrostete Pajeros. Da denke ich mir doch, dass die Stahlqualität in Japan nicht besonders gut ist.

    Oder wird in Österreich so extrem gesalzen?

    Bei uns am Kaiserstuhl bei Freiburg im Breisgau fahren einige Patrols und Pajeros rum, wobei der Patrol häufiger anzutreffen ist.
    Aber in den Weinbergen ist der Suzuki Samurai und häufiger der Jimny anzutreffen.

    Wenn ich nen japanischen Geländewagen fahren würde, wäre es entweder ein Jimny (klein, kommt weit im Gelände, aber mit kleinen Änderungen) oder ein uriger Land Cruiser oder Patrol.
    Aber letztendlich kosten diese Autos im Unterhalt wohl ne Stange Geld.

    Da wird es schwer das perfekte Auto für sich zu finden. Man fährt ja eigentlich immer einen Kompromiss aus dem was man gern fahren will. Da ist es bei Fahrrädern deutlich einfacher.

  2. Pingback: The same procedure as everytime? IV | The way of drive…

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