Cruiser aus Gold

Wer auf Geländewagen steht und sich für hohe Qualität und Zuverlässigkeit begeistern kann, landet zwangsläufig beim Toyota Land Cruiser. Wobei der Modellname ein weites Feld ist, schließlich gab und gibt es vom „Land Cruiser“ seit 1954 allein zwei unterschiedliche Baureihen, die noch einmal unterteilt sind in Light- und Heavy-Duty. Um da den Überblick zu bewahren, muss man schon Enthusiast sein.

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Im Bild: LC J7 Light- und Heavy Duty und LC J6.

Die interessantesten Versionen des Land Cruiser sind in meinen Augen die zwei Generationen der „großen Baureihe“ J6 (1981 – 1990) und J8 (1990 – 1997). Doch gerade die große Cruiser-Baureihe hat einen entscheidenden Nachteil. Sie scheint aus Gold zu bestehen. Aber dazu später mehr.

Warum der J6?

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  • Weil er einfach grandios aussieht. Einer der schönsten Land Cruiser ever built. schön kantig, herrlich wuchtig und mit klaren Linien. Eine Design-Ikone wie der erste Range Rover.
  • Weil er unglaublich haltbar ist. Kilometerleistungen über 500.000km schrecken die wenigsten Kenner ab, auch mit über 30 Jahren auf dem Buckel bewährt er sich als ideales Gefährt für extreme Touren auf der ganzen Welt. Nur ein Schweißkurs ist sicherlich kein Fehler.
  • Weil er tolle Motoren unter der Haube hat. Neben den unzerstörbaren Benzinern weiß besonders der Reihensechszylinder-Diesel ohne (103 PS, HJ60) und mit Turbo (136 PS + Direkteinspritzung!, HJ61) zu faszinieren. Toller Klang, bäriger Antritt, einfach cool.

Warum der J8?

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  • Weil er der wohl beste Land Cruiser ist, der je gebaut wurde. Er vereint den Komfort einer Lexus-Limousine mit der Haltbarkeit und Geländetauglichkeit eines J6. Egal ob in Castrop-Rauxel, Riyadh oder Petropavlovsk-Kamchatskiy, überall schätzt man ihn als ideale Mischung aus weitgehend elektronikfreier Zuverlässigkeit und modernen Annehmlichkeiten.
  • Weil auch er tolle Motoren unter der Haube hat. Neben den Benzinern fallen die Diesel wiedermal positiv auf. Für Stoiker gibts den grandiosen 4,2 Liter Reihensechser als Wirbelkammer-Sauger mit ca. 130PS im HZJ8, für Dynamiker die gleiche Maschine mit Turbo, Direkteinspritzung und bis zu 170 PS im HDJ8.
  • Weil er DER automobile Alleskönner ist. Geschäftlich geht es 40.000km im Jahr über die Autobahn, im Schlepp ein Minibagger? Im Urlaub soll Korsika auf eigene Faust erkundet werden? Und die Familie legt Wert auf Komfort, wenn es ins Shoppingcenter geht? Der LC J8 ist die ideale Wahl, auch mit 450.000km auf der Uhr.

Und wo ist jetzt der Haken? Das Thema Anschaffung. Wer einen solchen Wagen hat, kann sich freuen. Wer bei uns in Österreich einen solchen Wagen haben möchte, hat ein Problem. Denn wenn ein Exemplar auf heimischen Gebrauchtwagenbörsen auftaucht, was nicht oft passiert, dann meist zu irrwitzig hohen Preisen. Die trotzdem innerhalb weniger Stunden bezahlt werden. Im Idealfall sitzt man also rund um die Uhr mit einem Haufen Bargeld und einem leeren Autotransporter vor dem PC, um jederzeit sofort losfahren zu können, sobald ein J6 oder J8 inseriert wird. Und man sollte bereit sein, etwa für einen 20 Jahre alten HDJ80 mit 350.000km zwischen 15.000 und 20.000 Euro hinzublättern. Aber bloß nicht zu lange zögern, eine Nacht drüber schlafen geht sich nicht aus. Bestehen die Dinger unterm Lack aus Gold? Wohl kaum. Aber solche Presseberichte trage nicht unbedingt zu erhöhtem Wertverlust bei… 😉

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Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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