AutoRevue TV

Was hab ich mich darauf gefreut. Österreich bekommt mit AutoRevue-TV endlich wieder eine Autosendung im Fernsehen, die nicht als lächerliche Werbeveranstaltung der Importeure (AutoFocus) endet. Auf die Beine gestellt von der Printredaktion der Auto Revue. Das kann doch nur gut werden, oder?

artv-teaser

Hmmm…

Nein. Leider nicht. Noch ist es ein weiter Weg bis zur automobilen Befriedigung vorm Fernseher.

Stichwort Sendungs-Konzept: Das ist doch, warte mal, das sieht doch aus wie… Ja genau, wie das altehrwürdige Top-Gear-Studio. Und genauso ist die Sendung auch aufgezogen. In der Gegend herumstehendes Publikum, ein paar Autos dazwischen und mittig eine lederne Rückbank. Auf der stets ein Prominenter Platz nimmt, um einen Parcours zu absolvieren. Schamloser kupfern sonst nur noch die Chinesen ab. Wobei ja nichts gegen dieses Konzept spricht. Bei Top Gear hat es ja auch funktioniert. Das Problem ist ein anderes. AutoRevue-TV hat sich da einen Schuh angezogen, der einige Nummern zu groß für den Einzelkämpfer Christian Clerici ist. Das Original mit Clarkson, Hammond und May hatte Dynamik. Da ist „der Schmäh g´rennt“. Mit Clerici allein rennt da gar nichts. Die Gäste wirken hölzern, Clerici auch. Ungewöhnlich, denn eigentlich hat er unterhaltsames Moderieren ganz gut drauf.

Stichwort Beiträge: Optisch ansprechend, schöne Bilder, tolle Kameraführung. Und doch ist der Wurm drin. Sämtliche Beiträge, ob Autotests oder Szene-G´schichten, wirken auf mich, als ob sie nur aus Lückenfüller-Bildern zwischen echtem Content bestehen. Schöne Aufnahmen, aber so gut wie keine weiterführenden Information zum Auto. Klar soll AR-TV kein „Der Kofferraum ist xxx Liter groß“-Format werden, aber ein wenig mehr Auto und ein bisschen mehr Info wäre schon schön. Beispiel Polo GTI in Ausgabe fünf vom 20.11.. Spektakuläre Bilder für den Bauch, aber für den Kopf bleibt einfach nichts hängen. Schade. Der Polo-GTI-Beitrag hätte so auch bei „Autofocus“ im ORF erscheinen können.

Stichwort Sendungslänge: Die 30 Minuten von 18:50 bis 19:20 klingen schon nicht lang genug und sind auch wirklich zu kurz, um was Brauchbares auf die Beine zu stellen. Vor allem dann, wenn auch noch gut 5 Minuten Werbung an der Sendezeit knabbern. Denn der teils ganz schön fade Smalltalk mit dem Studiogast und der mäßig lustige Parcours am Ende nehmen wertvolle Sendezeit weg, die bei den Beiträgen schmerzlich fehlt. Siehe oben. Klar ist mir bewusst, dass Sendezeit viel Geld kostet und die Verlagsgruppe News „Der Rest dieses Satzes wurde von der heimischen Medienbehörde verboten„. Aber wenn schon keine volle Stunde Sendezeit drinnen ist, dann sollten die 22 oder 23 Minuten meiner Ansicht nach sinnvoller genutzt werden als bisher.

Mein Fazit zu AutoRevue-TV? Durchwachsen. Die Idee, eine heimische Autosendung ins Fernsehen zu bringen, die lustig und unterhaltsam ist, ist unbestritten toll. An der Umsetzung happerts aber noch. Mehr Sendezeit, längere Beiträge mit mehr Substanz und ein zweiter Moderator (Rudi Roubinek, bitte vortreten!) könnten die ganze Geschichte deutlich verbessern.

Wie geht´s euch mit der Sendung? Lasst mich wissen, ob sie euch gefällt.

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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Eine Antwort zu AutoRevue TV

  1. Josef schreibt:

    Tja. Leider hast einfach nur recht.
    Mfg
    Josef

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