The same procedure as everytime? IV

Wieder mal auf Pajero-Besichtigungs-Tour, wieder mal ernüchtert heimgekehrt. Doch zurück zum Anfang, wo alles begann, wie es immer beginnt. Mit einem unscheinbaren Inserat.

Der einzige Unterschied war, dass diesmal ein Inserat in der Tageszeitung meine Aufmerksamkeit erregt.

Inserat

Wirklich viel steht da ja nicht drin, aber es reicht, um mich hellhörig zu machen. Kein Kilometerstand, ohne Pickerl und man kann schon am Foto die verbeulte Frontstoßstange erkennen. Trotzdem anrufen, trotzdem besichtigen. Wer weiß, vielleicht ist das Ding sehenswert.

Die Reise ins schöne Gröbming ist schon einmal nicht umsonst. Wunderbare Landschaft, schöner Ort, tolle Gegend. Nach einer kurzen Wartezeit am Treffpunkt kommt ein alter Mercedes-Benz SL ums Eck, am Steuer Nick Knatterton. Es geht auf den Berg.

Und hinterm letzten Haus vorm Wald steht dann das Objekt der Begierde. Wobei, direkt beim ersten Blick auf das gute Stück ist es kein solches mehr.

DSCN3990

Und daran ist nicht der kaputte Blinker schuld. Auf den allerersten Blick fällt dem Kenner folgendes auf: Das Frontblech wurde irgendwann mit vier Spaxschrauben fixiert, alle vier Radläufe und die Schweller sind mit Steinschlagschutz gespritzt und überlackiert. Der schon wieder abblättert, weil darunter der Rost hervor kriecht.

Dass beide Stoßstangen komplett verbeult und die Kotschützer abgerissen sind dürfte daran liegen, dass der Wagen die letzten 3 Jahre in einem Offroad-Park als Mädchen für alles hart arbeiten musste. Und das hat Spuren hinterlassen. Auf Facebook-Fotos von seiner Indienststellung 2012 kann man erkennen, in welch tollem Zustand der Wagen damals gewesen sein muss. Aber das ist lange her.

Der Blick in den Innenraum sorgt gleich für den nächsten Schreck. Brandlöcher im Sitz, Tschick-Dunst zum Speiben, alles verdreckt und versifft. Super. Also ab unter die Motorhaube. Der Wagen steht schon länger, wie man sieht. Aber warum ist dann der Motor warm? Springt er kalt etwa nicht g´scheit an? Meist kein großes Problem, doch ein vorgewärmter Motor macht misstrauisch.

Aber ich bin sowieso raus. Keine Probefahrt mehr notwendig, ab durch die Mitte.

Natürlich erwarte ich mir für 1500 Euro keinen Topzustand. Mich hätte Rost und ein paar technische Mängel nicht groß gestört, in solche Autos gehen nach dem Kauf immer ein paar tausend Euro rein.

Das Problem an diesem Exemplar: Dass es kein „ehrliches“ Auto ist. Lieber offensichtlich rostige als überschminkte Radläufe. Lieber ein schlecht startender als ein geheim vorgewärmter Motor.

Und so endet es, wie es fast immer endet. Aber fad? Nein fad wird´s nicht!

Lukas

P.S.: Hier findet ihr Teil I, Teil II und Teil III.

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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