There´s no Business like Show Business…

Weihnachten ist. Und zu Weihnachten, da schenkt man Sachen her. Oder man schenkt sich selbst was. Aber zurück zum Anfang.

Es gibt da bestimmte Autos, die gefallen einem einfach. Meistens über eine lange Zeit und meistens ohne dass man sie sich kauft. Entweder ergibt sich´s nicht oder passt´s grad nicht oder warum auch immer.

So ging´s mir schon lange mit dem Buick Park Avenue. Cooles Teil.

autowp.ru_buick_park_avenue_12

Und vor einigen Wochen seh ich zufällig, dass gar nicht weit weg so ein Ding zum Verkauf steht. Ein wenig Überwindung hat´s mich gekostet, aber ich hab angerufen. Einfach mal so, nur zum Anschauen und Gustieren. Weil eigentlich passt´s eh grad gar nicht… 😉DSC00344

Und dann steht das Ding da eingeklemmt zwischen silbernen Leasing-Kistln und ich setz mich hinein und es war um mich geschehen. Keine Chance mehr, ohne Kaufzusage nach Hause zu fahren. Herrlich bequeme Sofa-Sitze mit beigem Leder, das sich bemüht, wie Kunstleder zu wirken. Ordentlich Holz vom Plastikbaum, braune Velourteppiche überall und Gadgets wie den „Twilight Sentinel“. Keine Ahnung was der macht, aber es klingt gut.

Wo soll ich unterschreiben, ich will das Ding haben?!

Shut-up-and-take-my-money

Ein paar Tage später hab ich ihn dann endlich abgeholt, den ParkAve. So sagen wir coolen Ami-Szene-Jungs. 😉 Die erste Fahrt geht natürlich erst einmal zur Tankstelle. Wo die Kiste schon für den ersten Menschenauflauf sorgt. „Wos is´n des fia a Kistn?“ und „Boah, der is owa grouß!“

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Oh ja, das ist er. Und nebenher ist er auch ein sehr gemütlicher Cruiser mit leichtem Hang zum Perversen. Leiser und sehr kultivierter Motor, sämig-sanfte Automatik mit gemütlich-relaxter Kraftentfaltung, tolle Geräuschdämmung. Alles fein. Auch der Innenraum, aber da wirds dann doch etwas pervers. Solche Sitzbänke haben viele Europäer nicht einmal im Wohnzimmer. Viel Chrom, alles elektrisch, viele Gadgets, viel Lametta.

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Gut, wenn man japanische Verarbeitungsqualität oder die Materialgüte eines Heckantriebs-Volvo gewöhnt ist, wird einem im Buick das kalte Grausen kommen. Viel Hartplastik, windschiefe Spaltmaße und viel Geklapper auf schlechten Straßen gehören offenbar dazu. Aber Hauptsache viel Klimbim. There´s no Business like Show Business… 😉

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Und so cruise ich jetzt jeden Nachmittag völlig entspannt und gemütlich dem Sonnenuntergang entgegen. Mit dem Radio auf Anschlag, denn dann höre ich das Geklapper des Armaturenbretts nicht. Und mit einem Grinser, der wahrscheinlich nur noch operativ entfernt werden kann. 🙂

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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3 Antworten zu There´s no Business like Show Business…

  1. schreckschrauber schreibt:

    Tja, das Alter läßt Gemütlichkeit zum Kaufargument werden – ich erleb´s auch langsam.. aber du jetzt schon?!? Na denn…..

  2. Tja die Dickschiffe lassen wohl keinen kalt! Ein feines Stück hast du dir da geangelt, gratuliere! Mir wollte der Vorbesitzer das Prachtstück ja erst im Frühjahr verkaufen, er wollte ihn noch als Winterschaukel nützen. Tja so bin ich zu meinem Volvo 960 gekommen, auch kein schlechter Kauf bisher.

    Vielleicht schaffen wir es ja mal zu einem Vergleichstreffen der dicken 90er Jahre Limos. Als Treffpunkt würde sich eine Tankstelle anbieten. 😉

  3. Pingback: Also doch Oklahoma – Bronson und Ich | The way of drive…

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