Der Letzte seiner Art…

…zumindest in Europa. Denn der von 1991 bis 1996 auch in Österreich von Importeuren wie dem Autohaus US-Car Puhr oder großen GM-Händlern wie Opel Kandl angebotene Buick Park Avenue war der letzte offiziell in Europa verkaufte Wagen der Marke Buick.

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Und sooo selten wurde das Schlachtschiff in den frühen 1990er Jahren hierzulande gar nicht genommen. In den letzten Jahren sind mir, primär in Graz und Wien, doch einige Exemplare untergekommen. Ein paar davon konnte ich sogar mit der Kamera erlegen. 😉

Wenn man sich durch die Autokataloge der AutoRevue liest, wird der bescheidene Verkaufserfolg des ParkAve aber immer rätselhafter. Denn schon 1991 kostete der Straßenkreuzer über 500.000 Schilling. Abhängig vom Dollarkurs und der NoVA kletterte der Preis bis zum letzten Verkaufsjahr 1996 sogar auf über 700.000 (!) Schilling.

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Da musst du schon ein sehr spezieller Typ oder ein eingefleischter Fan US-amerikanischer Fortbewegung sein, um soviel Geld für einen frontgetriebenen Wagen auszugeben, der im Vergleich mit der oftmals sogar günstigeren Konkurrenz in Sachen Verarbeitung, Materialgüte, Werterhalt und Rostschutz nicht mithalten kann.

Schließlich gabs 1996 schon um 546.100 Schilling einen Volvo S90 3.0-24V. Sicherlich spartanischer ausgestattet als der Luxuskreuzer aus Amiland, aber ihm in allen oben genannten Punkten haushoch überlegen. Oder für 663.480 Schilling konnte man eine Burg von einem Geländewagen bekommen. Für viele Enthusiasten den besten und qualitativ hochwertigsten Offroader überhaupt. Den Toyota Landcruiser 4.2 TD VX Station.

autowp.ru_volvo_s90_4

Was waren das dann wohl für Menschen, die 705.000 Schilling für einen Park Avenue ausgegeben haben, der noch schneller seinen Wert verliert als das Team Stronach seine Wähler? Wahrscheinlich waren ihnen solch konservative Werte wie Verarbeitungsqualität oder Werterhalt einfach schnurz-egal. Denn den großen Auftritt hast du nicht mit dem Geographie-Professoren-Volvo.

Wenn ich mit meinem Park Avenue unterwegs bin, komm ich überall mit Menschen ins Gespräch. Beim Reifenhändler wollen Focus C-Max-Fahrer einmal Probesitzen. Astra-Piloten fragen an der Tankstelle schüchtern nach den technischen Daten des Motors und selbst auf der Zulassungsstelle erkundigt man sich nach den Beweggründen, so ein Auto zu fahren.

Doch 1996 war dann Schluss mit Buick in Europa. Dass meine Schaukel mit Erstzulassung 11/1998 über 2 1/2 Jahre nicht zu verkaufen war, macht ihn wohl zum letzten in Österreich angemeldeten Exemplar des letzten offiziell verkauften Buick. Also doch restaurieren…?

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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Eine Antwort zu Der Letzte seiner Art…

  1. turboseize schreibt:

    Natürlich restaurieren!

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