Vienna Auto Show 2016

Wie jeden Jänner ist auch heuer wieder Vienna Auto Show und wie jedes Mal bin auch ich vor Ort. Na klaro.

Und wie ihr das von mir gewohnt seid, gibt´s hier keine bezahlten Marketing-Berichte wie bei einigen Kollegen, sondern meine ehrliche Meinung und eine Auswahl von Ausstellungsstücken, zu denen mir was einfällt.

Beginnen wir mit dem neuen VW Tiguan:

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An dem führt heuer natürlich kein Weg vorbei. Schließlich vereint er alles, was der typische österreichische Autofahrer so liebt. Die Marke VW an sich, hohes Sitzen, konservatives Auftreten, arrogante Verkäufer und prinzipiell die Klasse der Kompakt-SUV. Wenn dann noch ein relativ schwacher Diesel unter der Haube steckt, sind Pensionisten genauso happy wie die Buchhalter und Hausfrauen zwischen Dornbirn und Mistelbach.

Auch ein SUV, aber ungleich hässlicher, ist der Bentley Bentayga:

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Leider darf man hierzulande das Design sehr teurer Autos ja eigentlich gar nicht kritisieren. Denn dann heißt es gleich wieder „Neid der Besitzlosen“ und so. What ever, ich find ihn un-inspiriert und irgendwie gruselig. An welche Comicfigur erinnert mich diese Schauze…? Ich komm schon noch drauf!

Die Überraschung der heurigen Show waren für mich Toyota Prius und Mirai:

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Diese zwei futuristischen Individualisten schauen auf Fotos einfach grässlich aus, so auch auf meinen. Aber wenn du dann davor stehst, ohne voreingenommen zu sein und vor allem Achtung, ganz wichtig! ohne Gruppenzwang, dann sehen diese zwei Alternativ-Antriebler plötzlich ganz anders aus. Nämlich ziemlich lässig, irgendwie. Wenn schon Neuwagen, dann so richtig neu und so richtig anders als alle konservativen Tiguans dieser Welt. Der Prius ist stimmig, der Mirai auch. Ich oute mich. Ich find sie cool!

Völlig unbestritten was die Optik angeht, ist der Star auf dem Citroen/DS-Stand:

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Eine Citroen DS 19 aus dem ersten Jahr, die älteste angemeldete DS Österreichs. Interessant, die Menschen zu beobachten, wenn sie den Wagen sehen. Neuwagen werden vermessen, kritisch beäugt und scharf kritisiert. Doch beim Anblick der DS gegen die Mundwinkel nach oben, Augen beginnen zu strahlen, jeder freut sich, viele halten inne und genießen einfach ihre Anwesenheit. 😉 Da sieht man, welche Autos wirklich Emotionen wecken. Die „alten Stinker“!

Das vernünftigste Auto ist heuer aber der neue Suzuki Baleno:

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Hübsch sieht er aus. Gänzlich frei von Premium-Prolo-Optik ala Audi und dem für neue Land Rover so typischen „Ich bin ja sooo totschick und superhipp“-Look. Das macht ihn sympathisch. Wie seinerzeit in der Schule das kluge Mädchen mit Brille und Strickweste in der ersten Reihe. Kein Vamp, aber innere Werte zählen halt langfristig einfach mehr. Kommt dann zur unaufdringlich-gefälligen Optik ein moderner und sparsamer Benziner, konsequenter Leichtbau und ein günstiger Preis, wird daraus das für mich beste Auto für all jene, die stressfrei und günstig von A nach B kommen wollen.

Das krasse Gegenteil davon gibt´s zum Abschluss. Die Alfa-Romeo Giulia Quattrovalvole:

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Optisch schon fast aufdringlich sportlich, brutale Lufteinlässe, irrsinnige Fahrleistungen (0 auf 100 in 3.9 sec, Vmax 307). Wirklich gespannt bin ich aber auf die zahmen Versionen. Denn mit 135 PS Diesel oder als 180 PS starker Turbobenziner macht er abseits der Rennstrecken dieser Welt sicherlich mehr Spaß. Alfa ist auf dem richtigen Weg. Heckantrieb, Längsmotoren, emotionales Design. So muss das sein. Jetzt muss sie nur noch kommen, die Giulia…

Die Allrad-Highlights der diesjährigen Vienna Auto Show gibts übrigens bei gelaendewagen.at. So sonst…

http://www.gelaendewagen.at/artikel16/vienna_autoshow_2016_002.php

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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2 Antworten zu Vienna Auto Show 2016

  1. Pingback: Also doch Oklahoma – Bronson und Ich | The way of drive…

  2. Karlo schreibt:

    Keine Comicfigur beim Bentayga (Taiga? Ein Hinweis auf die geschackliche Zielgruppe?). Der sieht wie ein aufgeblasener Subaru Impreza „Casa Blanca“ aus. Nichtmal ein eigenes Design kriegt man für das Geld…

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