Allein unter „Gleichgesinnten“

Kennt ihr das? Manchmal, da muss man seine angestammte und liebgewonnene Peer-Group verlassen. Auch als Autofreak mit „speziellen Interessen“. 😉

Egal ob Geburtstagsfeier, Familientreffen oder Betriebsausflug – überall kann´s dich treffen. Wie aus dem Hinterhalt, ohne Vorwarnung. Männer mit Testosteron-Überschuss beginnen, über Autos „fachzusimpeln“. Meine Taktik in dem Fall – unauffälliger Rückzug! Am besten, man spricht mit den Damen der Runde über Kindererziehung, mit dem Ältestenrat übers Wetter oder passt auf die Kleinsten auf, während sich die „Autofreaks“ darüber einig sind, dass sowieso nichts über Audi geht und nur ein TDI wahres Glück verheißt. Gähn…

Ganz wichtig in so einem Fall – Unbedingt darauf achten, dass niemand von den Gelegenheits-Autofans erfährt, dass du ein Special-Interest-Autospinner (SIAS) bist. Denn sobald die Meute das weiß, werden sie sich auf dich stürzen. Und wenn du dann zu allem Übel auch noch auf absolute Minderheits-Themen abfährst, die keine Lobby haben und in der Gruppe keine Akzeptanz genießen, wird es unschön.

Denn dann ergießt sich eine Welle der Häme und der Überheblichkeit über dich, wie sie vorher nur ein weißer Zwergpudel mit roter Masche im Haar auf dem Schäferhunde-Treffen erlebt hat. Ganz besonders dann, wenn du als Fan alter Japaner unter Audi-Freaks landest. 😉 Denn dann bist du ganz schön allein unter „Gleichgesinnten“.

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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3 Antworten zu Allein unter „Gleichgesinnten“

  1. Kai schreibt:

    Bei sowas werfe ich einfach ein paar technische Details zurück.. Mit Dingen wie Dual Range, ACT4 und elektronischer Luftfederung aus den 80ern kommen meist nur noch große Blicke und es wird fast immer akzeptiert, dass es nicht nur eine Religion gibt 🙂

  2. Kai schreibt:

    … und alleine sind sie genau so wehrlos. Wenn stolz erzählt wird, welche Daimler CDI-Motoren oder TDI-Motoren aus 2010er Modellen schon wo rein gebaut wurden reicht es anerkennend zu sagen: „Ach du bastelst also eher an neueren Autos“

  3. Thomas Reuter schreibt:

    Ja, ja, so kann’s einem gehen. Es ist auch immer wieder erschreckend zu erleben, wie solch vermeintliche Autofreaks ihre eigene Markenaffinität zum Maß aller Dinge erheben und oftmals schon wenig später in der Diskussion von Mängeln und Problemen mit ihren Fahrzeugen erzählen, diese aber ‚kleinreden‘ und die Augen vor den wahren Gründen verschließen, die da währen: von Controllern auferlegter Sparzwang bei Entwicklung und Teilekosten bzw. geplante Obsoleszens. Stattdessen lässt man sich gerne von Klavierlack-Oberflächen und der x. Zusatzfunktion im unergonomisch zu bedienenden Bordcomputer beeindrucken. ‚Schöne‘ neue Autowelt eben.

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