Subaru – Der Weg zum Erfolg!?

Österreich hat mindestens 8 Millionen beste Nationalteam-Trainer, fast 8 Millionen beste Innenminister und Autofahrer ist sowieso jeder der allergeilste.

Daher oute ich mich zum Ende des Subaru-Schwerpunkts: Ich bin der kompetenteste Subaru-Verantwortliche, wenn es um den Verkaufserfolg der Marke in Österreich geht. Natürlich, wer auch sonst. 😉 In diesem Sinne – Was müsste meiner Ansicht nach passieren, um Subaru wieder erfolgreich zu machen?

  • Der 1.6 Liter DIT-Turbobenziner muss ausgebaut werden. Bisher gibt´s ihn ja nur im Levorg mit 170 PS und CVT. Der Motor muss in den XV mit 120 PS und 140 PS. Der Motor muss in den Forester. Auf etwas mehr Drehmoment abgestimmt, mit ~ 150 PS. In allen Modellen serienmäßig mit Sechsgang-Schaltgetriebe, CVT nur gegen Aufpreis.
  • Der Outback, das strauchelnde Topmodell, braucht dringend eine Neuausrichtung. Dass es ihn ausschließlich mit der bei heimischen Kunden so unbeliebten CVT-Automatik namens Lineartronic gibt, vertreibt selbst die letzten Interessenten. Wenns nach mir ginge, darf der 2.5i mit 175 PS bleiben, aber mit Schaltgetriebe samt Untersetzung. Der Boxerdiesel bleibt auch, erstarkt aber auf dringend notwendige 180 PS und ist mit Schaltgetriebe und von mir aus auch mit CVT erhältlich.

lineartronic

Zu viel Lineartronic für den Durchschnitts-Ösi

  • Als Nachfolger von G3X-Justy und Impreza muss ein Sub-Compact-SUV her. Ein optischer Mix aus Opel Mokka und Honda HR-V auf der XV-Plattform. Warum? Weil kleine SUVs gerade der letzte Schrei sind. Weil junge Mütter, alte Omis, Schrebergarten-Besitzer und frisch geschiedene Leistungsträger höher sitzen und modisch herumkurven wollen. Die SUV-Verkaufszahlen anderer Hersteller sprechen Bände.
  • Subaru braucht dringend einen Produktionsstandort in Europa. Fast jeder asiatische Hersteller baut zumindest Teile der Modellpalette in Europa. Ob in England, der Türkei, der Slowakei oder in Ungarn ist egal. Warum? Weil die Autos damit billiger werden. Made in Japan hat seinen guten Ruf in Europa längst eingebüßt, damit lässt sich kein höherer Preis gegenüber den erfolgreichen Koreanern mehr rechtfertigen.

unbenannt

Sieht gar nicht so schlecht aus. Aber Qualität sollte vor Quantität gehen

  • Eine Reform im Umgang mit den Händlern wäre dringend notwendig. In den letzten Jahren sind zahlreiche neue Händlerpartner aus dem Boden geschossen, die zwar motiviert gestartet, aber mittlerweile schon wieder unter die Wahrnehmungsgrenze gesunken sind. Wenn du zu diesen neuen Händlern mit einem älteren Subaru fährst, schaut dich der Mechaniker ratlos an. Nicht sehr vertrauenserweckend. Da tun sich sehr viele Parallelen zwischen Subaru und SsangYong auf. Leider mit dem gleichen Ergebnis…

Wenn der Mutterkonzern und vor allem auch der Importeur diese fünf Punkte umsetzen würde, dann könnte Subaru wieder zu alter Größe zurück finden. Das wird aber garantiert nicht passieren. Warum? Weil der europäische gegenüber dem US-amerikanischen Markt so unwichtig ist, dass es sich für Subaru einfach nicht auszahlt, auf diese Premium-Spinner in Europa zu hören.

Schon gar nicht auf den kompetentesten Sales-Manager von Allen! 😉

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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Eine Antwort zu Subaru – Der Weg zum Erfolg!?

  1. KS schreibt:

    Hi Lukas,

    Subaru muss also werden wie alle anderen. Die Marke hat leider ihren USP verloren. In den 90er flog Allrad reihenweise raus aus den europäischen Fahrzeugen, permanent konnten vorher nur wenige richtig. Jetzt bekommt man Allrad überall und die Qualität ist woanders auch ausreichend. Dazu noch die Dieselprobleme bei Subaru. Um den gewünschten kleinen SUV preislich attraktiv zu machen am besten noch 2WD? Wozu dann noch Subaru? Und klar, mal ein europäisches Werk aufbauen. Das braucht 10 Jahre bis es läuft, dann sind die daran pleite gegangen. Also doch wieder Rebadging. So leid mir das tut, aber die haben sich in Europa nachhaltig ins Abseits manövriert. Und statt den Amis das CVT erklären zu wollen lieber einen anständigen Wandlerautomaten entwickeln. Und statt etablierte Namen wegzuschmeißen mal einen einfachen Pickup durchrechnen – wobei, das wäre auch wieder nicht Subaru.

    Viele Grüsse, K

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