Erheben Sie sich, Sir Pajero!

Ja, richtig gelesen. Mein grüner Pajero wurde heute vom „Amt der Steiermärkischen Landesregierung – KFZ Prüfstelle“ in den Adelsstand der vom Gesetzgeber anerkannten Oldtimer erhoben, sprich als „Historisches KFZ“ eingetragen.

Was es damit auf sich hat, worauf man sich dabei einlässt und wie sowas abläuft, erfahrt in demnächst. Nur soviel: Kennt Ihr „Asterix erobert Rom“?

Lukas

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München 7

Als Roland Düringer noch einer von uns war, nahm er einen guten Freund zur Oldtimermesse in Tulln mit. Dieser Freund hatte die Aufgabe, ihn davon abzuhalten, ein Auto zu kaufen. Nach Hause kam Düringer mit einem Toyota Corolla KE25 Coupe. Das scheint ja toll funktioniert zu haben…

Szenenwechsel. „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo, mit mir allein als Passagier…“. Wobei nirgendwo nicht ganz richtig ist. Auch wenn es sich zwischen Bad Sauerbrunn und der ungarischen Grenze manchmal so anfühlt. Allein im Zug stimmt aber wieder. Denn niemand, der halbwegs bei Trost ist, fährt Sonntags, wenn die letzten Nachtschwärmer erst heimwärts torkeln, mit dem Zug ins landschaftlich sehr reizvolle Nirgendwo.

Ein gequältes Lächeln in aller Früh

Und warum das alles? Weil auch ich mich auf der Messe in Tulln spontan verliebt habe. Typisch: Beige-braune Farbkombi, Wandlerautomatik, klassische Stufenheck-Limo. Ein gemütliches Ding. Zeitlos elegant. Und mit einem „Zu Verkaufen“-Schild hinter der WSS. Aber wer schreibt sich schon Kontaktdaten auf…

Und so hab ich ihn wieder vergessen.

Ein paar Tage später bekomm ich eine Mail. Ein befreundeter Autospinner, der auch auf der Messe mit dabei war, hat genau diese Kiste im Internet aufgetan. Und schickt mir den Link zum Inserat. Verdammt, jetzt gilt die Ausrede der fehlenden Kontaktdaten nicht mehr. Da ich grad Zeit und einen tollen Langstrecken-Cruiser zur Verfügung hab, ist die Entscheidung schnell und sehr spontan gefällt – Schau ich ihn mir halt einfach einmal genauer an. Und wie solche Geschichten immer enden… Natürlich hab ich ihn gekauft. 😉

Aber was kann das denn jetzt für ein mysteriöses Automobil sein? Logisch, ein Toyota Camry! Oder gar ein Crown? Nein, es ist ein Datsun Laurel. Auf so einen bin ich schon lange scharf. Oder doch ein Honda Legend? Wobei… Hab ich nicht erst letztens gemeint, ich braucht noch ein Auto für Rund-ums-Jahr? Die großen Japsen-Limos der 1970er und -80er fahr ich niemals bei drohendem Schlechtwetter und schon gar nicht übern Winter.

Was könnte es dann sein? Hm…

Den nehm ich gleich mit!

Überrascht?

Keine Sorge, ich auch. Die zweite Generation vom 7er, E32 genannt, hat mir schon immer sehr gut gefallen. Ein zeitlos elegantes Fahrzeug, gezeichnet vom Italiener Ercole Spada. Genau der Spada, der auch die Lancia Flaminia Sport Zagato oder den Alfa-Romeo 166 maßgeblich mitgestaltet hat. Sieht man, oder? 😉

Dieser 730i beigeistert mich auch, weil er kein typischer BMW ist. Luxorbeige sieht nach Opa aus. Nicht nach Leistungsträger. Dazu ist er auch noch absolut original ohne „M“-Embleme, ohne weiße Blinker, ohne schwarze Scheibenfolie, ohne Remus-Auspuff, ohne H&R-Fahrwerk. Und als kleiner Reihensechser mit 4-Gang-Automat auch ohne Abo auf die Überholspur. Aber rechts ist es eh gemütlicher.

Lass die Familien ruhig rasen!

Fährt sich sehr angenehm, sowas. Überraschend gut gedämmt, toller Abrollkomfort, bequeme Sitze mit Armlehnen und dank des elektrischen Schiebedachs stört es gar nicht, dass die Klima fehlt. Die Kiste ist sowieso eher Marke Kassengestell. Nicht nur keine Klima, auch kein Leder, kein Bordcomputer, kein Airbag, keine Scheinwerfer-Reinigungsanlage, keine Heckrollo, keine Park Distance Control, keine beheizbaren elektrischen Sitze mit Memory, kein Xenonlicht, keine härteverstellbaren Dämpfer. Ja, all das gab es im 7er E32 gegen saftigen Aufpreis schon Anfang der 1990er Jahre.

Kassengestell?

Heute wird die Bescheidenheit des Erstbesitzers (Jahrgang 1932) zum Trumpf. Denn was nicht drinnen ist, geht ja bekanntlich auch nicht kaputt. Das nimmt der gealterten Oberklasse-Limousine ein wenig den Schrecken.

Geh, schau ned so ernst!

Was ich mit dem alten Bayern vorhabe? Nichts bestimmtes, ehrlich gesagt. Jetzt bekommt er in den nächsten Wochen erst einmal ein ganz großes Service mit ein paar Zusatzreparaturen und dann wird er einfach gefahren. Bewährt er sich, sprich läuft er japanisch-zuverlässig, dann darf er bleiben. Ärgert er mich, dann wird er noch heuer genauso spontan wieder verschwinden, wie er gekommen ist.

Lukas

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Alltagsklassiker Friday-Night Juni 2017

Schon wieder Alltagsklassiker Friday-Night in Graz. Und schon wieder die alte Kraxn alias „50 Shades of Brown“ mittendrin statt nur dabei. Aber keine Sorge. Es waren auch schöne Autos dort! 😉

Wie immer faszinierend: Die Vielfalt. Vom 40er-Jahre-Ami zum 90er-Jahre-Japaner. Vom Jaguar E-Type Roadster zum Subaru Leone. Vom Jeep CJ7 zum Vauxhall Viva.

Und darunter einige bekannte Gesicher auf zwei Beinen und vier Rädern:

  Die bemerkenswerteste Tatsache für mich: Mein Pajero war nicht der einzige L040 auf dem Treffen. Ein Diesel mit langem Radstand hat sich zu meinem alten Haudegen gesellt. Gut versteckt, aber für Insider doch sichtbar. Sensationeller Umbau, sensationeller Auftritt. Cool! Sowas siehst du nur hier!

Tolles Wetter, coole Kisten, lässige Leute. Endlich unter normalen Menschen! Ich sag euch eines, Leute: Ihr werdet mich nimmer los! 😉

Lukas

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