Alltagsklassiker Friday-Night Mai 2017

Wieder ein Friday Night-Treff der Alltagsklassiker-Community und wieder ich vor Ort. Das wird ja nicht zur Gewohnheit werden…

Wie immer eine Aufsehen erregende Vielfalt an unterschiedlichsten Geräten, vom etablierten Oldtimer in Topzustand bis zum Fetzenflieger in 37 verschiedenen Brauntönen. Und wie immer lustige und interessante Gespräche mit lustigen und interessanten Menschen.

Ich möcht der alteingesessenen Community ja nicht die Saison verderben, aber: Ich glaub, ich komm heuer noch öfters vorbei… 😉

Fun-Fact am Rande:

Die drei Custom-Enten zusammen haben nur halb so viele Zylinder unter der Haube wie der eine Englische Patient daneben. 🙂

Lukas

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Lancia und das Ende mit Schrecken

Jetzt ist es offiziell: Die „Fiat Chrysler Automobiles“ hat den Verkauf der Marke Lancia mit Ende April außerhalb Italiens vollständig und endgültig eingestellt.

Lediglich am Stiefel bleibt der Ypsilon noch auf dem Markt. Wohl aus purer Sentimentalität.

Doch Moment? Was gab´s denn hierzulande die letzten Jahre zu kaufen, wenn es unbedingt ein neuer Lancia hätte sein müssen?

Der Lancia Voyager wird am ehesten in Erinnerung bleiben.

Der natürlich ein Chrysler Voyager ist. Und eigentlich beliebt. Bis zum Namenswechsel. Ende 2011/Anfang 2012, als die Embleme von Chrysler auf Lancia umgestellt wurden, hab ich mit einigen Voyager-Fahrern gesprochen. Ausnahmslos alle meinten, sie würden sich das Auto schon allein wegen dem italienischen Emblem nicht kaufen. In jedem Gespräch wabberte der Stolz auf das „amerikanische Auto“ und die Abneigung gegen italienische Marken zwischen den Zeilen herum. So konnte er nur zum Flop werden.

Gab´s da sonst noch was?

Eigentlich ja, auch wenn sie in unserem Straßenbild nie wirklich vorgekommen sind:

Der Lancia Flavia

ist in Wahrheit ein Chrysler 200, ehemals Chrysler Sebring, ehemals Chrysler Stratus. Alle schon kein Ruhmesblatt der US-Autoindustrie und erst recht fehl am Platz unter der Flagge der ehemals radikalen und hoch innovativen Ingenieursmarke Lancia.

Der Lancia Thema

trägt einen großen Namen, pflegt einen großen Auftritt, ist ein dickes Auto. Und doch bleibt es eine Mogelpackung. Nämlich ein Chrysler 300, bei uns besser bekannt als Chrysler 300C. Der auf der alten Mercedes-Benz E-Klasse W210 basiert. Und da ist es wieder, das Dilemma: US-Car-Freaks wollen ihn nicht, wegen der „Sissy-Marke“ Lancia am Kühlergrill. Und Italo-Connaisseure wollen ihn nicht, wegen seiner Yankee-Abstammung.

Und dann bleibt da noch der kleine Ypsilon.

Ein Bruder des Fiat 500. Auch nicht mehr ganz taufrisch, aber als einziger Italo-Lancia wenigstens authentisch und vor allem auch ganz schön cool. Mein Tipp: Noch schnell einen fast Neuen kaufen, im Idealfall ein Sondermodell wie den „Ypsilon S MOMO-Design“. Nur echt mit Twin-Air-Zweizylindermotor. 😉 Das Ding wird ein Klassiker. Ganz sicher.

Das Modellangebot der letzten Jahre war dieser Marke so unwürdig, dass ein Ende mit Schrecken besser ist als ein Schrecken ohne Ende. Also lasst uns der Marke Lancia nicht hinterher trauern. Solange es Enthusiasten gibt, in deren Garagen echte Lancias der Vergangenheit gehegt und gepflegt werden, lebt die Marke weiter. In den Herzen ihrer Fans.

Lukas

 

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… und es hat Zoom gemacht!

Das meistverkaufte SUV der Welt? Nein, nicht VWs Tiguan. Sondern der Honda CR-V!

Doch warum ist gerade der CR-V so erfolgreich in den USA und in Asien? Ich habe einem 2010 gebauten Exemplar der dritten Generation auf den Zahn gefühlt.

Der CR-V RE5, gebaut von 2007 bis 2012, ist sicherlich keine Schönheit. Insbesondere die Front mit der eigenwilligen Schnauze und dem Unterbiss erinnert ein wenig am eine englische Bulldogge. Ab der Windschutzscheibe geht´s dann eigentlich und das volvoeske Heck mit der dicken Chromspange ist durchaus gefällig geraten.

Trotzdem: Die Optik war und ist wohl eher nicht das Kaufargument Nummer 1, wenn es um den CR-V geht.

Sind es vielleicht doch die inneren Werte, die zählen?

Genau da beginnt er zu glänzen. Auch oder besonders im Vergleich mit anderen, teilweise deutlich moderneren und teureren SUVs.

Beispiel 1: Die Rücksitzbank

In zwei Teilen längs verschiebbar Die Lehne dreigeteilt mehrstufig in der Neigung verstellbar. Selbstverständlich mit drei Kopfstützen und drei Dreipunktgurten. Und einer große Mittelarmlehne mit zwei Becherhaltern. In Sachen Variabilität kommen da viele teurere SUV-Konkurrenten immer noch nicht mit.

Beispiel 2: „Simply Clever“ ist er auch

Das Brillenfach im Dachhimmel etwa wird auf halber Höhe zum integrierten Rückbank-Spionage-Spiegel. Ideal, um den weggenickten Nachwuchs zu überwachen.

Die Hecktüren öffnen im rechten Winkel. Sehr praktisch, wenn ein Kindersitz ein- oder die Uroma ausgebaut werden muss. 😉 Und durch den völlig flachen Fahrzeugboden sitzen im Fond auch drei Personen bequem.

Der freie Durchstieg ist nicht nur einer der USPs der ersten drei CR-V-Generationen, sondern  im Alltag auch äußerst praktisch. Nicht nur dann, wenn die Fahrertür zugeparkt ist. 😉

Beispiel 3: Raumausnutzung

Mit nur knapp viereinhalb Meter ist er keine 30 Zentimeter länger als ein Golf. Bietet aber fünf Erwachsenen ausreichend Bewegungsfreiheit für Kopf, Ellenbogen und Knie und dahinter blieben 530 Liter Kofferraumvolumen übrig. Mehr Platz und mehr Variabilität hat kein Konkurrent in dieser Klasse. Immer noch nicht!

Und worin liegt also jetzt das Geheimnis seiner Erfolgs?

Der CR-V ist kein Aufreißer wie der Alfa-Romeo Stelvio. Kein Linke-Spur-Macho wie der Audi Q5. Kein getarnter Sportwagen wie der BMW X3. Und kein nutzloser Livestyle-Blender wie der Range Rover Evoque. Sondern ein guter Freund, der hilft wo er nur kann und auf den einfach Verlass ist. Und irgendwann wird dann mehr daraus… 😉

Tausendmal berührt
tausendmal ist nix passiert.
Tausend und eine Fahrt
und es hat Zoom gemacht.

Lukas

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