Die vielen Gesichter des Herrn T.

Nach seinen besten Eigenschaften gefragt, antwortet der optisch biedere Herr T. stets mit „Naja, ich bin standhaft und wandlungsfähig. Auch wenn sich die Zeiten ändern, mich wird man so schnell nicht los.“

Und das macht ihn zum personifizierten Lada Taiga. Längst zum Klassiker gereift, wird man ihn auch schon seit 40 Jahren nicht mehr los. Und wandlungsfähig – oh ja – das ist er.

Als klassischer Dreitürer, da kennt man ihn. Kompakt, wendig, flink. Oft und gern als LKW-Version ohne Rückbank, mit großer Wildwanne für die Jagd, benutzt. Aber nicht nur Jäger schätzen den Taiga. Jeder, der schon einmal live erlebt hat, wie souverän der kleine Russe auch bei unvernünftig hohen Geschwindigkeiten über Schotterpisten fegt, wird zum Fan. Da mag man es kaum glauben – auch als Stadtauto eignet er sich optimal. Übersichtlicher ist nur noch eine Seifenkiste:

Wobei sich für urbane Russland-Sympathisanten und City-Slicker eher der Taiga Urban anbietet. Technisch ident mit dem klassischen Taiga, möchte er vor allem in Sachen Optik jünger wirken, als er ist. Plastikstoßstangen und Alufelgen beamen ihn optisch aus den 1970er in die 1990er Jahre, das riesige Airbaglenkrad ohne Airbag soll Sicherheit vermitteln und die Fensterheber sind genau so dekadent wie die Klimaanlage(!).

Nicht in die Stadt, sondern ins Gelände soll´s gehen? Dann wäre der Taiga Bronto ein heißer Tipp. Höherlegung, große Reifen, mächtige Verbreiterungen und Reibsperren in Front- und Heckdifferential machen deutlich, dass der Bronto viel vor hat. Und dieser böse Plastik-Blick erst. All das ist knicht das Werk eines Tuners mit Humor, sondern ab Werk zu haben.

Die Familienplanung ist ausgeufert, der Dreitürer zwickt an allen Ecken und Enden? Kein Problem, dafür gibt´s ja den Fünftürer. Ein Taiga, verlängert nach Art einer Stretchlimo. Durchgeschnitten, einen Meter eingesetzt, zusammengebraten. Genial einfach, einfach genial. Gut, am Dach sieht man´s. Aber cool ist er trotzdem. Nicht so wendig wie der Kurze, aber viel spurstabiler und mit noch satterer Straßenlage.

Natürlich gibt´s auch den langen Taiga als Tagia Urban. Für den stilvollen Auftritt in der Währingerstraße.

Manchmal wird´s schmutzig und es könnte sogar noch praktischer als der Fünftürer

sein? Auch da gibt´s was von Ratioph… äh.. Lada. Den Taiga Pick-Up. Behold the magnificence:

Und wenn es ein Taiga werden soll, weil die Technik einfach überzeugt hat, aber die Optik des fabriksneuen Oldtimers nicht gefällt? Selbst in diesem Fall haben die Russen eine Lösung parat. Den Chevrolet Niva von GM-AvtoVAZ. Technisch ident mit dem Taiga, aber der Nachbar glaubt, man hat sich ein nur 10 Jahre altes Auto gekauft, kein 30 Jahre altes.

Alle diese Versionen gibt´s in Österreich ganz offiziell zu kaufen. Nicht bei Lada Österreich, aber beim größten heimischen Lada-Händler und Importeur Lada Doifl in Niederschleinz bei Maissau im niederösterreichischen Weinviertel. Von dem auch die Fotos dieses Artikels stammen. Danke dafür, Franz!

Lukas

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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