Sandlander – Cruiser made in Ungarn

Spätestens seit dem viel beachteten Auftritt der Toyota-Restaurateure aus Polen auf der heurigen Oldtimer-Messe in Tulln sollte es auch der letzte Autofreaks gemerkt haben:

Unsere östlichen Nachbarn kümmern sich um Japanische Klassiker. Wo der Österreicher nur jammert, packen sie einfach an. Der beste Beweis: Die Firma Sandlander aus Ungarn.

Dort gibt´s nicht nur Offroad-Equipment und Zubehör für Sahara-Reisende. Bei Laszlo Pocsik aus Hernád in der Nähe von Budapest entstehen in aufwendiger Handarbeit wunderschön restaurierte Land-Cruiser. Besonders am Herzen liegen der Sandlander-Crew die Baureihen J6 und J7, die in einer Detailverliebtheit neu aufgebaut werden, die ihresgleichen sucht.

Alle Fotos: http://www.sandlander.hu

Die benötigten Ersatzteile für eine solche Restauration holt Pocsik aus Australien, Neuseeland, Japan und Nordamerika und was es nicht mehr gibt, wird aufgearbeitet und überholt. Jedes Türschanier, jedes Schlossblech, jede Schraube. Alles wie frisch ab Werk. Oder besser.

Und das Beste: Man kann den Sandlander-Mannen beim Restaurieren live zusehen. Über eine Webcam, mit Blick direkt in die Werkstatt: http://sandlander.hu/webkamera

Lukas

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Die Pichert-Sammlung zieht um

Unter Japan-Oldie-Freaks genießt das Toyota-Museum der Familie Pichert im niederbayerischen Pocking Kultstatus. Auch die Toyota-Treffen am Museum, wo ich 2009, 2010 und 2011 dabei sein durfte, sind längst Legende.

Und so bewegt mich die Nachricht, dass Peter Pichert Senior 2016 verstorben ist und seine gesamte Sammlung an Toyota Deutschland nach Köln geht, natürlich sehr.

Klar erfreut es das Herz des Enthusiasten, dass endlich auch ein offizieller Importeur, in diesem Fall Toyota Deutschland, den Wert der eigenen Historie erkennt. Die Sammlung bleibt in einem Stück und geht in kundige Hände.

Und doch ist es schade. Warum?

  • Weil die Sammlung in der alten Näherei in Pocking einfach Charme hatte. Mit dem Wirtshaus am Turm, mit der kultigen Industriearchitektur, mit dem schönen Festplatz davor.
  • Weil die Sammlung für uns Österreicher jetzt ein großes Stück weiter aus der Welt gerückt ist. Nach Niederbayern war´s nicht weit, Toyota-City lag gleich hinter der Grenze. Köln aber ist keine Tagesreise mehr. Für uns Ösis schade, für BeNeLux-Jungs und NRW-Bewohner super.
  • Weil jetzt viele Fragezeichen im Raum stehen. Wird die Sammlung weiterhin der Öffentlichkeit  zugänglich sein? Werden in Zukunft Exponate aus der Pichert-Sammlung in deutschen Oldtimer-Zeitschriften für Fahrberichte und Vergleichstests auftauchen? Beides wäre zu wünschen.
  • Übernimmt und vor allem behält Toyota Deutschland die gesamte Sammlung oder werden auch Exemplare verkauft? Ich denke da an die Armada an identischen braunen Crowns.

Wir werden sehen, ob all diese Fragen in den nächsten Wochen und Monaten beantwortet werden können. Ich halt euch auf dem Laufenden.

Zum Abschluss gibt´s ein paar meiner besten Fotos aus drei Besuchen im legendären Toyota-Museum von Peter Pichert.

Der Leistungs-Sportler. Und Ich.

Ikonenalarm!

Dich da bloß einen Wagen aussuchen dürfen!

… Drei, Vier, Fünf…

Macht´s gut!

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So gelingt die Eintragung als „Historisches KFZ“ – Der Ortstermin

Die Vorbereitungen erledigt, die Wartezeit mit diversen Autokäufen überbrückt, der Ortstermin steht vor der Tür. Viel zu früh läutet der Wecker, es geht ab zur „Außenstelle der KFZ-Prüfstelle des Amtes der steiermärkischen Landesregierung“. Solche Formulierungen würden nicht einmal mir als Journalist einfallen. 😉

Nehmt´s das Moped doch bitte vorher dran!

Dort angekommen, wartet schon ein sichtlich nervöser Motorradfahrer darauf, seine umgebaute Triumph typisieren zu lassen. Alle Gutachten in der Tasche, hat er ein gutes Gefühl. Ich eigentlich auch. Schließlich geht es bei mir nicht um ein böses Motorrad mit noch böserem Tuning. Sondern lediglich um eine Eintragung als Historisches KFZ. Alles original, die Kiste in Bestzustand, top gewartet, frisch geputzt, gesaugt, geschnäuzt und gekampelt. Alle Unterlagen beisammen, trotz Hitze seriös gekleidet, eigentlich kann nichts passieren.

Tut es auch nicht. Erst will der Prüfer alle Papiere sehen und freut sich übers Gutachten. Das erspart ihm Arbeit. 😉 Nach dem Ausfüllen einiger Anträge und dem Kopieren unterschiedlichster Dokumente drückt er mir einen Erlagschein in die Hand. 36 Euro Gebühr, im Idealfall gleich zu bezahlen. „Fahren Sie zur nächsten Bank und dann kommen´s wieder“. Auch gut. Es kommen noch 4 Euro Bankgebühr oben drauf, aber das ist jetzt auch schon wurscht.

Als ich mit der Einzahlungsbestätigung wieder auf den Hof rolle, geht der Prüfer noch eine Runde ums Auto, kontrolliert Fahrgestell- und Motornummer („Rot umrandet, sehr schön!“) und das war es auch schon. Keinerlei  Pickerl-ähnliche Überprüfung, keine Checks, gar nichts.

Sich bei Kaiserwetter wie ein Kaiser fühlen – direkt nach erfolgter Eintragung

Das war´s schon? Ja, alles erledigt. In drei Wochen sind alle Zetteln samt Typenschein in der Post. Bin gespannt, was dann alles an Dokumenten ins Postkastl flattert. Ich halt euch auf dem Laufenden.

Ach ja: Es wird auch noch einen dritten Teil der Saga geben. Mit den Pros und den Contras, mit dem Für und dem Wider. Und meinem ganz persönlichen Fazit.

Lukas

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