Japan-4WD im Pannenfall

Heute bestehen die Pannendienst-Flotten der heimischen Autofahrer-Clubs ja größtenteils aus grimmig-gruseligen VW Caddy. :/

Aber damals in den 1980er- und 1990er Jahren, als es keine wirkliche Alternative zu japanischen Allradkombis gab, war die Welt noch in Ordnung.

Stellt euch vor, euer verhärmter Ford Taunus gibt im Schneesturm auf dem Semmering auf. Kein Mucks mehr vom Motor. Was aber eh auch schon egal ist, weil spätestens in der nächsten Kehre Schluss mit Vortrieb gewesen wäre. Gute 10 Zentimeter Neuschnee auf der Straße, drunter ist es schön eisig. Und finster wird´s auch schon. Bloß gut, dass ein Haus mit Telefon in der Nähe ist, von dem der ARBÖ gerufen werden kann. Aber ob der bei so einem Sauwetter überhaupt kommen kann? Da fährt doch kein Auto mehr…

🙂

Und plötzlich tauchen zwei Scheinwerfer im Schneesturm auf. Ohne Probleme gräbt sich der ARBÖ-Mann zu euch durch. Womit? Damit!

Und weil sich der Tercel so bewährt hat, war der Wechsel zum Nachfolger ein logischer Schritt.

Und der große Bruder ÖAMTC? Der fuhr in den 1980ern auch schon lange nicht mehr Puch 500 und VW Käfer…

Doch nicht nur an der Adria waren japanische Allradautos zur Stelle, den Fahrern „herkömmlicher Autos“ den Tag zu retten. Findet Ihr die sechs Subaru 1800 auf dem Foto?

Auch der Nachfolger „Leone“ war beim ÖAMTC im Dienst. Primär in Gegenden, in denen das oben skizzierte Szenario zum winterlichen Alltag gehörte. Denn am Semmering oder am Präbichl fängst du nichts an mit einem Fiat Ritmo oder einem Volvo 345. „Weil i immer no an Subis glaub…“

Lukas

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Die traurige Realität

Gebrauchtwagen-Ausstellung in der obersteirischen Provinz. Insgesamt 17 Vertragshändler stellen knapp 250 Gebrauchte auf den Hauptplatz einer Kleinstadt und erhoffen sich gute Geschäfte. Doch was haben wir Autofreaks davon?

Um das Fazit gleich vorweg zu nehmen: Nicht wirklich viel. Denn der Gegend und der Zielgruppe entsprechend, besteht das Gebrauchtwagen-Angebot natürlich primär aus grundvernünftigen Autos. Graue Hyundai SUVs. Neben silbernen Skoda Kleinwagen. Dahinter die anthrazitfarbene Ford Kompaktklasse. Und als Hingucker ein roter Golf. :/

Da kommt keine Faszination auf. Doch woran liegt das? Der Sprecher der „IG Regionale Autohändler“, klärt in einem Interview mit einer Lokalzeitung auf:

Die stärkste Nachfrage herrscht im Preissegment zwischen 10.000 und 18.000€. Vier bis sechs Jahre alt, maximal 80.000km auf der Uhr. Ältere Autos und Fahrzeuge unter 10.000€ werden fast nur noch privat oder auf Kommission verkauft. Für uns Händler ist in diesem Segment eine Gewährleistung nicht mehr wirtschaftlich kalkulierbar.

Damit wäre das geklärt. Ältere Autos, die eher interessant wären, stehen nicht mehr beim Markenhändler. Und spannende Autos liegen in der Regel meist über 18.000€, wenn sie 4 bis 6 Jahre alt sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass in Regionen wie der Obersteiermark aufgrund der klimatischen Herausforderungen (sehr salzhaltige Winter, viel Hagel im Sommer), der Nutzungsanforderungen (Pendeln) und der gesellschaftlichen Verhältnisse (Stichwort Gruppenzwang) eher Autos von Mainstream-Marken mit Dieselmotor gekauft werden. Ausgefallene und individuelle Alltagsgurken findest du in Wien oder Graz, aber sicherlich nicht in Bruck an der Mur oder in Leoben.

Doch Moment! Unter all den grauen Mäusen stechen ein paar wenige Autos heraus. Vorhang auf für die letzten Mohikaner des ausgefallenen Geschmacks. Für die Kreuzritter der Individualität in einem Straßenbild, das immer einheitlicher und langweiliger wird. Meine subjektive Auswahl der drei interessantesten Autos auf dem Platz:

Der Ford F150 Raptor steht ironischerweise nicht beim Ford-Händler, sondern bei VAG. 😉

Ein GT86 als ewiger Vorführwagen. Trotzdem schön!

Und bei Ford gibt´s den fast neuen Jimny Basic.

Mit einigen weiteren Ausnahmen ist fast alles trostlose Langweile…

Und so bildet die momentan stattfindende Gebrauchtwagenschau in Bruck an der Mur die traurige Realität im lokalen heimischen Straßenbild sehr gut ab.

Lukas

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Alltagsklassiker Saturday-Night September 2017

Saturday? Und da war doch erst ein Treffen mit Alltagsklassiker.at. Was ist denn jetzt los?

Das Problem: Der gewohnte Austragungsort des Friday-Night-Treffens in Graz-Puntigam ist wohl schon länger zu eng, an lauen Sommerabenden platzt der Subway-Parkplatz samt Waschanlage aus allen Nähten. Zu viele alte Autos. Hätte nie gedacht, dass es das geben kann… 😉

Die Lösung: Eine neue Location. Und wohl auch ein neuer Tag. Aus „Friday“ wird „Saturday“, aus „Subway“ wird „Citypark“. Und gestern ging das neu angedachte Treffen das erste Mal über die Bühne. Als Versuchsballon, quasi.

Und dieser Test darf durchaus als geglückt gelten. Es waren wohl mehr als fünfzig Autos vor Ort. Trotz suboptimalem Wetter und herbstlichen Temperaturen. Und obwohl es eine Woche zuvor ja schon das altbekannte Treffen gab. Sehr beachtlich!

Sobald sich die Kunden mitsamt ihren modernen Kisten ins wohlverdiente Wochenende verziehen, tun sich auf dem Citypark-Parkdeck unendliche Weiten auf. Viel Platz für Mensch und Maschine, für Posing und zum Genießen. Und eine Gastro, die beim gestrigen Test durchaus auch überzeugt hat.

Ich freu mich auf 2018. Auf die neue Location und auf die neuen Möglichkeiten. Und natürlich auch auf den 13. Oktober. Wenn das letzte Friday-Night-Treffen für 2017 über die Bühne geht. Am altbekannten Platz, beim Subway in Puntigam.

Lukas

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