Der Polygon-Flieger vom Porscheplatz

Klar, eine Reise nach Stuttgart kann natürlich unmöglich ohne Besuch des Porsche-Museums in Zuffenhausen über die Bühne gehen, schon gar nicht wenn man, wie die Familie Porsche auch, Österreicher ist und das kleine aber sehr feine Museum in Gmünd schon im Vorfeld besucht hat. Also auf zum Porscheplatz, man kann das auf Stelzen stehende und Flieger genannte Ausstellungsgebäude nicht verfehlen…

Doch nach dem Besuch des Mercedes-Museums einen Tag zuvor (https://wierus.wordpress.com/2011/07/14/ben-van-berkels-benz-koloss/) hat das Museum des Stuttgarter Sportwagen-Herstellers alle Hände voll zu tun, den Besucher nicht zu enttäuschen. Doch so ganz gelingt das nicht. Vielleicht liegt es daran, dass es erst Ende Januar 2009 eröffnet wurde und Porsche das optimale Konzept noch nicht gefunden hat, aber solche Pannen wie gebrochene und unangenehm knarrende Steinplatten, leere Standplätze mit Ölfleck und Angestellte, die bei Besucherfragen nur mit den Schultern zucken dürfen im offiziellen Werksmuseum eines so renomierten Herstellers einfach nicht passieren.

Das Konzept des „rollenden Museums“, in dem viele Fahrzeuge eine Straßenzulassung besitzen und die Exponate gelegentlich getauscht werden, klingt spannend. Doch wenn Plätze, auf denen gerade verreiste Fahrzeuge normalerweise stehen, einfach nur frei bleiben und nicht mit anderen Exponaten nachbesetzt werden, kommt beim Besucher Frust auf. Vor allem auch, weil der Eintritt teurer ist als bei Benz und fürs Geld weniger geboten wird.

Doch die Fahrzeuge, die im Museum parken, sind teils wirklich exquisit! Von Ferdinand Porsches ersten Werken Anfang des 20. Jahrunderts über die Gmünd-356er bis hin zur beinahe lückenlosen Sportwagengeschichte der Marke fehlt nahezu nichts, selbst mit Porsches Mithilfe entwickelte und/oder gebaute Fremdfabrikate wie die legendären Mercedes-Benz E500/Audi RS2 Avant (https://wierus.wordpress.com/2011/01/12/mercedes-benz-und-audi-made-by-porsche/) oder der Opel Zafira (Porsche-Sitzkonzept) fehlen nicht. Nur ein Lada Samara (Motorfeinabstimmung by Porsche) hat mir ehrlicherweise gefehlt.

Nachfolgend noch ein Bild mit vier Fahrzeugen, an denen Porsche auch maßgeblich beteiligt war. Der Käfer-Protoyp, ein Auto-Union-Rennwagen mit Zwillingsreifen, ein Wehrmachts-Kübelwagen und ein Schwimmwagen, übrigens mit Österreichischer Zulassung und gültigem Pickerl!

Trotz aller Kritik bleibt zu sagen, dass das neue Porsche-Museum auf alle Fälle einen Besuch wert ist, besonders dann, wenn man „eh schon“ in Stuttgart ist oder wenn man zum Kreis der Porsche-Fans gehört. Auch ich komme wieder, spätestens bei der Werksabholung meines neuen 911 GT3, Baujahr 2038… 😉

Wierus

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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2 Antworten zu Der Polygon-Flieger vom Porscheplatz

  1. (mad) schreibt:

    hey, auf deinem blog tut sich ja richtig was 🙂

    • Lukas Wieringer schreibt:

      Danke, ich kann nicht klagen! Mittlerweile sind die Zugriffszahlen fast täglich stabil auf knapp dreistelligem Niveau, es geht voran. Die beste Übung, die es gibt, macht mir großen Spaß!

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