Sensationsfund in der Tiefe

Es war nur ein kleines Inserat in einem Bezirksblatt. „Abverkauf beim Oldtimerclub Wien“ stand da, eine Adresse noch und das war´s. Eine Stunde Einlass am Sonntag, für Interessenten und potentielle Käufer. Klar bin ich hin. Zwar ohne große Hoffnungen, aber man hat ja sonst nichts vor und Oldtimer schauen ist immer lässig. Nach einer dreiviertel Stunde in Straßenbahn und zwei verschiedenen U-Bahnen endlich am Ziel, führen unzählige Stufen drei Etagen in die Tiefe. Dort angekommen, liegt einem nach dem Öffnen der Türe eine völlig andere Welt zu Füßen!

Unzählige Autos, vor 20 bis 30 Jahren von der Straße weg gekauft, dort unten hingestellt und vergessen, suchen jetzt verstaubt und großteils mit platten Reifen einen Käufer, der sie erlöst und ihnen wieder die Sonne zeigt. Von einigen traurigen /8 über zwei ultra-seltene Lancia Flavia und Amischlitten mit Strizi-Vergangenheitheit bis zum Austin A90 stehen dort Schätze drin, mit denen niemand mehr rechnet.

Bis auf einige toprestaurierte Exemplare (Citroen Dyane und DS 21, Chevy Caprice und Buckel-Volvo) alle mehr oder weniger Restaurationsobjekte mit Standschäden, schimmligen Innenräumen und teils viel zu hohen Preisen. Auch die Zustandsnoten sind mehr als optimistisch, doch das tut dem Vergnügen keinen Abbruch. Faszinierend, was da in der Tiefe schlummert. Ich geh wieder hin, die Atmosphäre ist gigantisch.

Teil2 gibts hier!

Wierus

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Über Lukas

Ein Steirer, der gern lenkt und dabei denkt.
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5 Antworten zu Sensationsfund in der Tiefe

  1. Christian Beisken schreibt:

    Ich war auch schon dort – die Eindrücke stimmen mit dem oben gesagten ziemlich überein. Aufgrund schlecher Luftzirkulation ist ein Großteil der Autos leider schwer verschimmelt, abgesehen von den sonstigen Korrosions- und Zustandproblemen. Die Preise für die unterdurchschnittlichen Fahrzeuge sind in der Tat überdurchschnittlich…..

    Bis 20. Mai ist die Garage jeweils Sonntag von 12:00-13:00 h geöffnet, mit Ausnahme der Feiertage 01.04. und 08.04.2012.

    Das Konvolut gehört Dr. Jakób Barnea, der auch das Kraftfahrzeugmuseum in Gramatneusiedl betreibt. Am dortigen Standort wird ebenfalls ein Großteil der Fahrezuge veräußert, jedoch in besserem Zustand.

  2. Karl Gundacker schreibt:

    Kann mir wer sagen wie die genau Adresse ist?
    Liebe Grüße karl

  3. Pingback: Sensationsfund in der Tiefe – Fotoupdate « Lukas Wieringer

  4. Schreckschrauber schreibt:

    Der Jakob war noch nie „billig“ – das ist ja auch der Grund, warum sich nicht schon früher Käufer fanden, als die Fahrzeuge noch besser in Schuß waren.. Das wird in nächster Zeit ohnehin ein Drama, wenn einige Sammler der ersten Stunde ihre Laer abverkaufen und der MArkt diese Menge nicht aufnehmen kann – von den Preisvorstellungen dieser Herren mal ganz zu schweigen!
    Ich hätte da schon ei paar „Lustobjekte“ gefunden – aber das Zeit- und Platzproblem ….

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