Die Neuwagen-Hypochonder

Der Kauf eines Mainstream-PKWs bringt nicht nur Vorteile wie eine unproblematische Ersatzteilversorgung oder eine Fülle von Werkstätten mit sich, sondern auch so manchen Nachteil. Etwa, dass man sich auf Parkplätzen schwer tut, unter den vielen identen Modellen den Eigenen zu finden.

Oder die Fülle an Marken- und Modell-Foren im Internet. Ein Vorteil, sollte man annehmen. Viele Foren = viel Information = viel Hilfestellung. Als langjähriger Youngtimer-Besitzer und leidenschaftlicher alte-Autos-Fahrer bin ich mir da aber nicht so sicher. Denn Neuwagenfahrer und Jungwagenkäufer sind anders!

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Solche Foren sind voll mit Fragen wie „Bei Tacho 145 klappert die Gepäckraumabdeckung beim Überfahren von Bodenwellen ein wenig. Was kann ich tun?“ oder „Nach fünf Wintern beginnen meine Alufelgen zu korrodieren. Ist es möglich, auf Garantie vier Neue zu bekommen?“. Der momentane Aufreger im Forum für „mein“ Modell und seine Nachfolger sind kleine Risse im Plastik an der Befestigung der Dachreling. Nicht sicherheitsrelevant und nur auf den vierten Blick sichtbar. Aber offenbar ein kleiner Weltuntergang für jeden Betroffenen. 😉 Und im „Laufleistungs-Thread“ freut man sich über das problemlose Erreichen der 60.000km und überlegt ob dieser „hohen Laufleistung“, den Wagen nicht besser bald wieder einzutauschen.

Einziger Ausweg: Bei den Favoriten im Browser radikal ausmisten. Nicht, dass das ansteckend ist…

Lukas

Über Lukas

Mit Herz und Hirn - immer hinterm Lenkrad und am Puls der Straße.
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Eine Antwort zu Die Neuwagen-Hypochonder

  1. Rainer schreibt:

    Foren machen ja durchaus sinn, denn allzuoft wünscht man sich ja gleichgesinnte die das gleiche Auto vielleicht aus dem gleichen Grund gekauft haben wie man selbst oder andere die einfach nur sich über irgendwas aufregen wollen.

    Die Geschichte mit dem Hypochonder (hat das irgendwas mit der Hypo Bank zu tun? *fg*) ist aber eine andere. Die Versprechen der Hersteller werden immer höher und auch der Händler suggeriert auch nicht dass du dir mit diesem oder jenem Wagen eventuell ein Montagsauto vor die Türe stellst.

    Man freut sich mittlerweile WIRKLICH wieder über 60.000 und mehr pannenfreie Kilometer, denn die kosten die da zum Teil für die reparatur draufgehen sind echt nicht ohne. Meinem Arbeitskollegen ist sowas immer wieder mit seinem Fahrzeug passiert, (VW Touran) so Sachen wie in der früh zum Auto kommen, Batterie leer, okay, kann passieren, aber dann war der Temperaturfühler kaputt für den Wasserkühlermotor und deswegen ist der die ganze Nacht durchgelaufen bis die Batterie eben leer war. Kann ja nicht viel sein denk man sich da vielleicht.

    VW hat „nachgebessert“ und das als Fehlerquelle identifiziert, nun muß der Kunde BEIDE Kühlermotoren tauschen und natürlich selbst bezahlen weil der eine der eigentlich noch in ordnung wäre muß auch getauscht werden da er sonst nicht mehr zum neuen passt. Kostenpunkt 800,- Euro. Und wenn du JÄHRLICHE reparaturkosten (!!) von über 1000,- Euro hast bei einem neu gekauften und maximal 4 Jahre alten Auto dann bist du froh über jede Kilometerhürde die dir nicht gekostet hat…..

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